Informationsstelle
für verheiratete
Männer und Frauen

Die Familie und ihre Zerstörer

Was schief läuft und was anders werden muss – Eine überfällige Debatte

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1.4. Spannungsfelder der Familie

Hier sollen einige gesell­schaft­liche Spannungs­felder angesprochen werden, in der sich Ehe und Familie befinden.

In den Kapiteln Familienrecht und Familien­zerstörer wird das ausführlich behandelt.


zurück1.4.1. Dauerhafte Lebensgemeinschaft oder Partnerschaft auf Zeit?

Die Gesellschaft wird sich darauf einigen müssen, ob sie die Ehe als dauerhafte Lebens­gemein­schaft oder Partnerschaft auf Zeit verstehen will. In der Praxis deuten die hohen Scheidungsraten von Ehen auf eine zeitlich begrenzte Veranstaltung hin. Im Scheidungsrecht wird allerdings so getan, als wenn eine auf Dauer angelegte Beziehung kompensiert werden müsste. (siehe Unter­halts­maximierungs­prinzip)

zurück1.4.2. Eigenverantwortung versus Unterhaltsgarantie

Die Familie als ursprünglich autarke Wirt­schafts­gemein­schaft ist eine auf Eigen­verantwortung ausgerichtete Lebens­gemein­schaft. Die Familien- und Sozialpolitik in Verbindung mit der Unterhalts­recht­sprechung führt zu Abhängigkeits­verhältnissen („nacheheliche“ Solidarität), staatlicher Alimentierung (Sozialhilfe) und Förderung von Restefamilien (Allein­erziehende). Gerade für Frauen ist diese Entwicklung anti-emanzipatorisch. Richtete sich die Polemik der Feministinnen einst dagegen, dass angeblich Männer ihre Ehefrauen an beruflicher Tätigkeit gehindert haben, so finden sie die Subventionierung der Frau durch Unter­halts­zahlungen des Exehemannes und durch Sozial­leistungen des Staates nicht kritikwürdig. Die Eigen­verantwortung und Selbst­versorgung der Frau wird auf diesem Wege nicht gefördert.

„Der Mann will von der Frau nur das Eine, sie aber von ihm Alles.“ (Arthur Schopenhauer)

Die seit Jahr und Tag bis heute vom eigenen Vater, vom Vater Staat, vom Vater der eigenen Kinder und zum Schluss wieder mit der Erbschaft des eigenen Vaters und mit der Erbschaft des Vaters der eigenen Kinder rundum alimentierte Frau von der Wiege bis zur Bahre sei bis 1977 völlig unterdrückt gewesen, weil sie erst ab da in Deutschland ohne Erlaubnis des Ehemannes auch noch selbst Geld verdienen, also arbeiten durfte.[1]

zurück1.4.3. Autonomie der Familie versus staatliche Kontrolle

Je mehr die Familie durch staatliche Zuwendungen abhängig gemacht wird, desto mehr geht ihre Unabhängigkeit verloren.

Je mehr die Familie durch Familien­gerichte, Jugend­ämter und staatliche Bürokratie kontrolliert wird, desto mehr verliert die Familie ihre Autonomie.

„Familie ist Keimzelle der Freiheit und braucht Freiheit.“ [2]

Verliert die Familie ihre Unabhängigkeit, verliert auch der individuelle Mensch seine Freiheit. Die Privatsphäre, welche von der Familie gebildet und verteidigt wird, schützt den Einzelnen vor der Allmacht und Willkür des Staates. Die privaten Handlungs­räume werden umso kleiner, je geringer die Handlungs­fähigkeit der Familie wird.



[1] Dschinblog: Wie sieht das Leben heute aus?
[2] Paul Kirchhof, früherer deutscher Verfassungsrichter und Steuerexperte