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Die Familie und ihre Zerstörer

Was schief läuft und was anders werden muss – Eine überfällige Debatte

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3. Die Familienzerstörer

Die Feinde der Familie müssen porträtiert werden, damit Familien wissen, mit wem sie es zu tun haben und welche Ideologien sich hinter der konzertierten Familien­zerstörung verbergen. Erst wenn die Feinde der Familie bekannt sind und eine Ausein­ander­setzung mit ihren Ideologien stattfand, können Strategien zur Verteidigung der Familie entwickeln werden.

Der Initiator des Buchprojekts hat sich seit seiner Scheidung vor sechs Jahren damit ausein­ander­gesetzt, wer für die Zerstörung seiner und den 200.000 anderen Ehen jährlich verantwortlich ist. Denn die hohen Scheidungs­zahlen ließen ihn daran zweifeln, dass dafür nur individuelles Versagen verantwortlich sein soll. Also fragte er nach den Ursachen und war sehr überrascht sowohl über die hohe Zahl der Familien­zerstörer als auch über deren starker Vernetzung.

Ausgerechnet der Staat, dessen vornehmste Aufgabe nach Artikel 6 Absatz 1 GG eigentlich der besondere Schutz von Ehe und Familie ist, entpuppt sich als wirkmächtigster Familien­zerstörer. Das ist die wohl nieder­schmetternste Erkenntnis der Recherche. Der Staat ist ein sehr mächtiger Feind von Ehe und Familie, weil er einerseits als Gesetzgeber (Legislative) wirksame Gesetze als Werkzeuge für die Familien­zerstörung bereitstellt (siehe Familienrecht) und andererseits als Ausführende Gewalt (Exekutive) auch über mächtige Institutionen wie Jugendamt, Gericht und Gerichts­voll­zieher verfügt, die geeignet sind, diese Familien­zerstörung auch wirksam durchzusetzen.

Der zweite große Feind ist der Feminismus (siehe Ideologie), der einerseits großen Einfluss bei der Gesetzgebung, im Familien­ministerium und Jugendämtern hat und andererseits Teil einer HelferInnen­industrie und Scheidungs­industrie ist, die von den vielen familien­zerstörenden Gesetzen zu ihrem Vorteil und Nutzen (Einkommen, Umsatz) massiv Gebrauch macht.

Der dritte große Feind ist die HelferInnen­industrie, darunter die Scheidungs­industrie, die in vielerlei Weise an der Zerstörung von Familien verdient. Denn immer wenn Ehen geschieden, Sorgerechts- und Unterhalts­prozesse geführt, Eigenheime versteigert, Löhne gepfändet, traumatisierte Kinder therapiert, depressive Expartner behandelt, Gutachten erstellt oder überforderte allein­erziehende Mütter unterstützt werden, dann wird in der vielköpfigen Hydra der Helfer­industrie Umsatz gemacht und Arbeitsplätze geschaffen, beziehungsweise gesichert.

Sekundiert werden diese Bestrebungen sehr wirkungsvoll durch eine willfährige Presse, welche die Familie als Instituation verächtlich macht und sie als „Auslaufmodell“ oder nicht „mehr zeitgemäß“ stigmatisiert. Eine aufklärerische Funktion kann man den oft als „vierte Gewalt“ im Staate hochgelobten Medien nicht zusprechen, weil sie das Volk nicht darauf hinweisen, dass Politiker nicht das Wohl der Familie und die Jugendämter nicht das Wohl der Kinder im Sinn haben. Die Medien beteiligen sich eher an einer Vernebelungs­taktik, so dass viele Bürger noch nicht begriffen haben, dass die autonome Instanz – welche die Familie einstmals darstellte – längst weitgehend durch ein staatliches Konstrukt ersetzt wurde, das je nach Kontext mal „Bedarfs­gemein­schaft“, mal „Flick­werk­familie“ und mal „eheähnliche Gemeinschaft“ genannt wird.


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Als Vorbemerkung zu diesem Kapitel soll noch darauf hingewiesen werden, was nicht gesagt wird. Es gibt beispielsweise keinen Abschnitt, der „die Frauen“ als Familien­zerstörer benennt. Zum einen ist persönliches Versagen nicht Thema des Buches und zum anderen wären bezüglich persönlicher Verantwortung in gleicher Weise auch die Männer zu nennen. Wenn beispielsweise im Abschnitt Scheidung gesagt wurde, dass 60 bis 80 Prozent aller Scheidungen von Frauen eingereicht werden, dann wird mit dieser Tatsachen­fest­stellung keine Schuld zugewiesen, sondern die Frage aufgeworfen, welche Strukturen da wirken, die es so vielen Frauen opportun erscheinen lassen, sich für die Zerstörung ihrer Familien instrumentalisieren zu lassen. Es ist offenbar so, dass die Familien­zerstörer unter anderem Frauen als Hebel benutzen, um die Familien auseinander zu nehmen.

Dabei ist der Staat nicht nur der wirk­mächtigste Familien­zerstörer, weil er durch Gesetz­gebung, Recht­sprechung und Exekutive über eine außerordentliche normative Macht verfügt, er ist auch so gefährlich für die Familien, weil er von Feministinnen unterwandert ist, die eine Vielzahl von feministischen und familien­feindlichen Gesetzes­änderungen durchgesetzt haben. Darüber hinaus finanziert der Staat auch den Staats­feminismus und zum Großteil auch die familien­zerstörende Helfer­industrie. Er finanziert familien­feindliche Wissen­schaften wie Gender Studies und Women Studies, die Frauen­häuser und vergibt Großaufträge an Wohlfahrts­verbände im Bereich Kinder-, Jugend- und Familien­pflege, ein Netz von Frauen­beauftragtinnen.

Es macht daher Sinn, im nächsten Abschnitt mit dem Staat fortzufahren, dabei wird es schwer­punkt­mäßig um Gesetzgebung, Recht­sprechung und Jugendämter.