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Männer und Frauen

Die Familie und ihre Zerstörer

Was schief läuft und was anders werden muss – Eine überfällige Debatte

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3.2.2. Der Feminismus


Die Parole „Die Frauen­bewegung wird auch die Männer befreien.“ war ein Versprechen, das die Feministin Gloria Steinem im Jahre 1970 formulierte.[2] 40 Jahre später zieht Arne Hoffmann in seinem Buch „Männerbeben“ diese ernüchternde Bilanz: Brachte die Frauen­bewegung dem „Unter­drücker­geschlecht“ doch unter anderem so nette „Vorteile“ wie eine häufige Kontaktsperre zwischen Vater und Kind, das ständige Damokles­schwert falscher Anschuldigungen häuslicher und sexueller Gewalt bei gleich­zeitigem Zurückdrängen aller Berichte über männliche Opfer, eine öffentliche Diskriminierung von Männern als entweder Trottel/Versager oder Unholde, eine groteske Pseudo­wissen­schaft unter anderem über die natur­gegeben überlegene Frau sowie zahlreiche Denk- und Sprech­verbote. Das Ziel vieler Feministinnen, mittels einer Durch­ideologisierung der Gesellschaft den „besseren Menschen“ zu schaffen, ist auf ähnliche Weise gescheitert wie andere solcher Experimente zuvor. Die Situation sei einigermaßen grotesk und der Feminismus feiere geradezu absurde Triumphe.[3]

Die Erfolge der Frauen­bewegung sind allerdings absurd:

„Nirgends geht es Frauen besser als im westlichen Kulturkreis und niemals erfreuten sie sich mehr Privilegien als in diesem Jahrhundert. Und doch schreien Feministinnen nirgendwo lauter "Diskriminierung" und "Frauen­benachteiligung" als bei uns.“ [4]

Das Versprechen, der Feminismus werde auch die Männer befreien ist ebenso grotesk, wie wenn der Kommunismus verkünden würde, auch die Kapitalisten „befreien“ zu wollen. Beate Kricheldorf entlarvt in ihrem Buch „Verantwortung: Nein Danke!“ den Feminismus als eine zutiefst anti-emanzipatorische Bewegung. Frauen neigen eher als Männer dazu, Verantwortung abzugeben anstatt Eigen­verantwortung zu übernehmen. Gerät eine Frau in schwierige Lebens­situation oder in eine finanzielle Notlage, dann liegt das entweder an Frauen unter­drückenden Männern oder an der Benachteiligung der Frau in der Gesellschaft. Und so entpuppt sich die weibliche Opferhaltung als Selbst­immunisierungs­strategie einer Ideologie, welche die Frauen von Verantwortung freistellt und den Männern die (alleinige) Schuld zuschiebt. So kommen Feministinnen nicht auf den Gedanken, dass eine Frau ihre Misere auch selbst verschuldet haben könnte. Niemand entmündigt Frauen so sehr wie Feministen, die für Frauen­schicksale grundsätzlich andere (die Gesellschaft, die Erziehung, die Männer usw.) verantwortlich machen und statt Leistungs­prinzip auch für Frauen die Frauenquote fordern. Beliebt ist auch folgende Argumentation: wenn einer Frau etwas gelingt, ist es ihr eigener Verdienst; misslingt etwas, sind andere schuld.[5] Die dialektische Argumentations­weise beschreibt in humoristischer Weise dieser Exkurs.

Matthias Matussek beschreibt die „Territorien der Frauen­bewegung“ als Ausnahme­zonen mitten in der Gesellschaft, die mittlerweise Justiz, Behörden und Politik fest im Griff haben, die Scheidungsrecht und Kind­schafts­recht usurpiert haben und alle übrigen Bereiche beeinflussen, die für die Familie relevant sind. Es wurden rechtsfreie Räume geschaffen, in denen eine relativ kleine Gruppe von Journalistinnen, Büro­kratinnen und Sozial­pädagoginnen die Definitions­macht übernommen haben, in denen die weibliche Ohnmachts­behauptung das mächtigste Totem ist, ein bemurmeltes und beweih­räuchertes weibliches Opfertum, das keine Konkurrenz duldet, das aber jede Beschimpfung, jeden Gewaltakt, jede Erpressung, jede Kriegslist rechtfertigt. In dreißig Jahren weiblichen Lobbyismus wuchs eine zweite feministische Generation als Bewohnerinnen des Treibhauses Sozialstaat heran. Dazu gehört der Kult um die so genannte „Allein­erziehende“, der die staatlichen Helfer­schwadronen mittlerweile zur Seite springen wie einer Schwerverletzten, als sei das Kinderkriegen allein eine nobel­preis­reife Leistung und als stünde fortan jeder bindungs­schwachen Bafög-Empfängerin, die ihren Freund nicht halten konnte oder wollte, eine Krieger­witwen­rente in Form von Unterhalt und staatlichen Vergünstigungen als eine lebenslange Selbst­verständlich­keit zu.[6]

zurück3.2.2.1. Ideologie

Definition und Abgrenzung

Einerseits gibt es „den“ Feminismus nicht, er spaltet sich in viele Strömungen auf[7], andererseits ist die Unterscheidung in gewisser Weise akademisch und irrelevant geworden, seit der Feminismus sich zu einer Art „Common Sense“ entwickelt hat. Der Feminismus hat eine gesell­schafts­beherrschende Deutungs­hoheit erlangt, wodurch die verschiedenen Feminismen zwar noch als Farb­schattierungen im feministischen „Mainstream“ zu erkennen sind, als „reine“ Lehre aber ihre Bedeutung verloren haben. In der Praxis pendeln viele Frauenrechtlerin geschickt zwischen Gleichheits­feminismus („Männer und Frauen sind gleich und müssen deshalb gleich­berechtigt werden“) und Differenz­feminismus („Männer und Frauen sind ungleich, deshalb brauchen Frauen ein paar Sonderrechte“) hin und her.[8]

Dieses Buch verwendet den Begriff Feministin nicht als Synonym für Frauen und unterscheidet Feministinnen deutlich von emanzipierten Frauen, die keinen Geschlechter­kampf propagieren, die ihr Leben eigen­ver­antwort­lich gestalten und die für ihre Misserfolge nicht die Männer verantwortlich machen. Feministinnen hingegen lehnen die Institution Familie ab, weil sie in ihr die Basis von Patriarchat und Frauen­unter­drückung sehen.

Ideologische Ursprünge

Simone de Beauvoir gilt gemeinhin als Mutter des Feminismus. Ihr 1949 erschienenes Hauptwerk „Das andere Geschlecht“ entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein mit viel Fleiß erstelltes Kompendium der Ideen Freuds, Kants, Marx’, Engels und Bebels. Die „Bibel des Feminismus“ ist also genau genommen gar kein Buch einer Frau über die Frauen und seine Bedeutung erschöpft sich darin, dass die Meinung der Männer über Frauen diesmal die Unterschrift einer Frau trägt.

Vielerorts im Schrifttum von Karl Marx und Friedrich Engels wird die Polarität des Klassenkampfes auf das Geschlechter­verhältnis übertragen, worin der Mann den Kapitalisten und die Frau das Proletariat repräsentieren, oder es wird früheren Thesen des französischen Feminismus gehuldigt, wonach den Mann die Schuld für eine Versklavung der Frau in der Ehe treffe. Ein berühmter Satz von Friedrich Engels lautet „Die erste gesell­schaft­liche Unterdrückung ist die Unterdrückung der Frau durch den Mann.“ Engels Fehler war, die Herrschafts­strukturen, die auf physischer Gewalt beruhen, kritiklos in den Bereich des Geschlechter­kampfes zu übernehmen. Nur weil der Mann physisch kräftiger ist und deshalb Geld verdient, hat Engels geglaubt, der Mann habe auch Macht über die Frau.[9]

Simone de Beauvoir durchforstete die Werke von Männern und fand darin überall Zeichen für weibliche Benachteiligung. Der Feminismus führt gleich dem Kommunismus einen Klassenkampf, allerdings mit einem modifizierten Frontverlauf. Das Proletariat wurde als unterdrückte Klasse durch die Frauen abgelöst und die Unterdrücker gelten nicht mehr die Kapitalisten, sondern die Männer insgesamt. Aus der Kritik an der Bourgeoisie wurde Kritik am Patriarchat und aus der herrschenden Klasse wurde das herrschende Geschlecht, der Mann, ungeachtet dessen, dass die allermeisten Männer gar keine Macht haben. Auf diesen Tatbestand hat Warren Farrell in seinem Buch Mythos Männermacht eindrücklich hingewiesen.

Simone de Beauvoir hat mit ihrem Werk quasi die Blaupause geliefert und für Betty Friedan, Kate Millett, Germaine Greer, Alice Schwarzer und viele andere Schriftstellerinnen die Weichen gestellt. Eine kopierte die andere und sie überschlugen sich fortan in ihrem Eifer, vermeintliche Belege für männliche Infamie zu erbringen. Und dabei ist es bis heute geblieben. In den Medien, auch in eigenen Magazinen (Emma) haben sie immer wieder Gelegenheit, jede denkbare Meinung über sich zu äußern und tun doch nichts anderes, als immer und immer wieder die alten Ideen aus der Mottenkisten – die Vorstellungen von Männern über Frauen – wiederzukäuen und nur hin und wieder mit frischen Beilagen zu garnieren.[10]

Die Idee von der Unterdrückung der Frau durch den Mann war also ursprünglich eine Männeridee. Auch wenn es zu weit führen würde, Feministen pauschal als verkappte Kommunisten zu verstehen, so ist doch die kommunistische Ideologie der Urschlamm, aus dem der Feminismus gewachsen ist. Auch heute noch gibt es eine kommunistische Fraktion im feministischen Spektrum, wobei die wenigsten Feministinnen sich den kommunistischen Wurzeln ihrer Ideologie bewusst sein dürften. Immerhin ist eine neue Generation Frauen herangewachsen, die mit den „Ho chi min“-Rufen der 1968er-Zeit nichts anfangen kann. Auch wenn für viele Frauen dieser intellektuell-ideologische Weg nicht ansprechend ist, so sind sie doch von dem Gefühl empfänglich, als Frau benachteiligt zu sein. Weil viele Frauen eher gefühlsmäßig-spirituell orientiert sind, gibt es die esoterische Variante. In Frauen­buch­läden stand massenhaft Esoterik­literatur, was plausibel macht, warum der Feminismus neben seiner kommunistischen Prägung eine stark irrationale Färbung hat.

Gerade unter den Radikal­feministinnen tun sich auffallend viele Lesben hervor, die ihren Männerhass gut als Kampf gegen das Patriarchat camouflieren können. Hier ergeben sind starke Berührungs­punkte zu Lesben- und Schwulen­verbänden. Eine esoterische und eine lesbische Frau mögen nicht viel gemein haben und doch eint sie das starke Band, sich als Frau immer und überall unterdrückt und benachteiligt zu fühlen. Feministinnen aller Couleur eint das gemeinsame Feindbild Mann.

Es ist müßig, die verschiedenen Strömungen des Feminismus zu analysieren und auseinander zu dividieren, denn in der Praxis lavieren viele Frauenrechtlerin geschickt zwischen Gleichheits- und Differenz­feminismus hin und her (siehe auch den Exkurs), was auch als „Rosinenpicken“ bezeichnet wird. Mit diesem Doppelspiel können einerseits („Männer und Frauen sind gleich und müssen deshalb gleich­berechtigt werden“) vermeintliche männliche Privilegien geschleift und andererseits („Männer und Frauen sind ungleich, deshalb dürfen Frauen nicht gleich behandelt werden“) Sonderrechte für Frauen verteidigt werden.

Der liberale Feminismus verfolgte in den 1960er Jahren das Ziel, den Frauen ebensoviel Freiheit in der Gesellschaft zu verschaffen wie den Männern. Errungenschaften wie das Wahlrecht der Frau, das Recht der Frau, ein Amt zu bekleiden oder auch das Recht auf Chancen­gleich­heit in Ausbildung und Beruf sind heute selbst­ver­ständ­lich. Der liberale Feminismus gerät jedoch dort an seine Grenzen, wo er die tatsächlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau ausblendet und nicht sieht, dass viele Gesetze, die zwischen Mann und Frau unterscheiden, gemacht wurden, um die Frau zu schützen. Die Behauptung, das bürgerliche Recht wäre eine patriarchale Erfindung zur Unterdrückung der Frau, verkennt das Bürgerliche Ideal. Darüber hinaus neigt der liberale Feminismus dazu, die Familie in ihrer Bedeutung als soziale Einheit zu ignorieren und das autonome Individuum in den Mittelpunkt zu stellen. Die Lösung von Problemen sieht der liberale Feminismus nicht auf der zwischen­menschlichen Ebene innerhalb dieser Einheit, sondern fordert staatliche Interventionen.[11]

Gender-Feministinnen gehen noch einen Schritt weiter und fordern nicht nur die Aufhebung von ökonomischen Klassen, sondern die Aufhebung der Geschlechts­unterschiede an sich. In einer solchen Gesellschaft, die von der Klasse des Geschlechts befreit ist, hätte nach Feministin Susan Okin das „Geschlecht nicht mehr gesell­schaft­liche Relevanz als die Augenfarbe oder die Länge der Zehen.“ Der Unterschied zwischen Frau und Mann ist in der Gender-Perspektive die Ursache aller Unterdrückung und deshalb muss absolute Gleichheit hergestellt werden. Das stößt zwar an biologische Grenzen, Shulamith Firestone ist aber trotzdem der Meinung, dass der Mensch die Möglichkeit (und damit auch das Recht) hat, über die Natur hinauszuwachsen. „Wir können die Aufrecht­erhaltung einer diskriminierenden, auf Geschlecht basierenden Klassen­gesell­schaft nicht länger damit rechtfertigen, dass sie ihre Ursprünge in der Natur selbst hat.“ Die geschlechtliche Verschiedenheit von Mann und Frau ist in der Gender-Perspektive irrelevant und bedeutungslos, weshalb der Begriff „Gender“ eingeführt und das Wort „Geschlecht“ ablehnt wird.[11] (siehe Genderismus)

Abseits aller ideologischen Festlegungen kann der Feminismus als eine große Betroffenheits- und Klage­kultur begriffen werden[12], die die Verteufelung des Mannes und die Besser­stellung der Frau zum Ziel hat. Eine argumentative Ausein­ander­setzung mit dem Feminismus ist aussichtslos, weil das gegen seine permanente Inszenierung der Frauen als Opfer nichts ausrichtet. Eine umfassende Darstellung und Analyse des Feminismus würde den Rahmen dieses Buches sprengen, deshalb es sich darauf beschränken muss, die Auswirkungen des Feminismus auf die Familie heraus­zu­arbeiten.

Irrationalität

Am Feminismus ist vieles irrational. Das liegt nicht nur an den esoterischen Versatz­stücken, die vieles verklären und in einen Nebel der Unklarheit tauchen. Das feministische Denken ist von einer manichäischen Weltsicht geprägt, der ein dualistisches Grundmuster vom Guten und Bösen zugrunde liegt. Der feministische Kampf des Lichts gegen die Finsternis ist in seiner Radikalität im religiösen Kontext heute nicht mehr akzeptiert.

Die Essenz feministischer Über­zeugung kann in folgenden Merksätzen beschrieben werden:

  1. Der Mann ist der Täter und
  2. die Frau ist das Opfer.[13]
  3. Sollte einmal ein Mann das Opfer sein, so sind Frauen noch die Opfer der Opfer.[14]

Dieser Dreisatz beschreibt die unter Feministinnen weit verbreiteten Vorurteile und die sich zu einer Art religiösen Glaubens­gewissheit verfestigt haben. Dies dient als Inter­pretations­folie, mit der Feministinnen die Welt wahrnehmen und zu erklären versuchen. Da diese Über­zeugung gleich religiösen Glaubens­sätzen praktisch unhinterfragbar ist, kann man den Feminismus auch als Ersatz­religion oder Pseudo­religion beschreiben.

Die Vorstellung, dass Täter zu 100 % männlich und Opfer zu 100 % weiblich sein, würde natürlich keiner seriösen Überprüfung standhalten. Deshalb hat der Feminismus zur Selbst­immunisierung starke gesell­schaft­liche Tabus aufgebaut. Der feministische Lobbyismus ist so mächtig geworden, dass es kaum mehr möglich ist öffentlich Kritik zu äußern. Wer es dennoch wagt, wird schnell als „Frauenfeind“ diffamiert und ihm wird unterstellt, „Probleme mit Frauen“ zu haben. Unter einem derart wirksamen Schutz gegen jedwede Kritik gedeihen natürlich viele Irrationalitäten und Skurrilitäten. So heißt es beispielsweise in einem feministischen Artikel, der von feministischer Selbst­beweih­räucherung nur so strotzt: „Der Mann schadet sich selbst, er ist ein Selbstverletzer. Der frühere Tod des Mannes hat auch damit zu tun.“[15] Diese „Männer sind an allem schuld“-Litanei entlarvt den infantilen Ursprung des feministischen Gedanken­gebäudes. Feministische Positionen und Forderungen lassen oft jede wissen­schaftliche Fundierung vermissen. Durch weibliches Bauch­gefühl und Wunsch­denken gesteuert finden feministische Wissen­schaft­lerinnen in ihren Studien meist genau die Ostereier, die sie selbst versteckt haben. Mit der Tabuisierung von Frauenthemen in Verbindung mit der „Politischen Richtigkeit“[16] gelang es dem Feminismus, sich praktisch gegen jede Kritik zu immunisieren. Diese Immunität aufzubrechen ist ein Ziel dieses Buches.

Michail A. Xenos legt in seinem Buch Medusa schenkt man keine Rosen dar, wie sich aus der These „Frauen sind gleich“ die Ideologie „Frauen sind besser“ entwickelte. Er stellt das Doppelspiel des Feminismus bloß, Geschlecht einerseits als konstruiert zu betrachten, andererseits aber den Mythos der von Natur aus überlegenen (teamfähigeren, kommunikativeren etc.) Frau und dem minderwertigen (aggressiveren etc.) Mann zu begründen.[8]

Feminismus und Familie

Der Feminismus beschränkt sich nicht im Feindbild Mann. gilt In ihrem Werk „Das andere Geschlecht“ fordert Simone de Beauvoir die Frau auf, „der Sklaverei der Mutterschaft“ zu entfliehen. Das hört sich so an:

Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es. Kein biologisches, psychisches, wirtschaftliches Schicksal bestimmt die Gestalt, die das weibliche Menschenwesen im Schoß der Gesellschaft annimmt. Die Gesamtheit der Zivilisation gestaltet dieses Zwischenprodukt zwischen dem Mann und dem Kastraten, das man als Weib bezeichnet. Nur die Vermittlung eines Anderen vermag das Individuum als ein Anderes hinzustellen.[17]

Mit zehn oder zwölf Jahren sind die meisten eigentlich verfehlte Jungen, d. h. Kinder, die keine Jungen sein dürfen. Nicht allein, daß sie darunter als einer Entbehrung oder Ungerechtigkeit leiden, sondern die Lebensweise, zu der sie verurteilt werden, ist auch ungesund. Die überströmende Lebens­freude wird in ihnen abgebremst, ihr unbeschäftigter Bestätigungs­drang verkehrt sich in Nervosität. … Sie finden Geschmack an bequemen Ausflüchten und verlieren die Sinn für die Wirklichkeit. … Da sie nicht handeln können, reden sie und untermischen dabei gerne Vernünftiges mit Reden, die weder Hand noch Fuß haben. … Sie neigen häufig zu Tränen – eine Neigung, die viele Frauen späterhin beibehalten –, hauptsächlich deswegen, weil sie sich gern als Opfer aufspielen. Es liegt darin ein Protest gegen die Härte des Schicksals und gleichzeitig eine Art, sich selbst bemitleidenswert hinzustellen.[17]

[Die Frau] empfindet [die Schwangerschaft] gleichzeitig als eine Bereicherung und als eine Verstümmelung. Der Foetus ist ein Teil ihres Körpers und auch wieder ein Parasit, der auf ihre Kosten lebt.[17]

Sie fürchtet auch, mit einem Schwächling, einem Ungeheuer niederzukommen, weil sie die scheußliche Zufälligkeit des Körpers kennt, und dieser Embryo, der in ihr haust, ist ja nichts wie Fleisch.[17]

Wenn heute die Frau meist nur mühsam den Beruf, der sie stundenlang von ihrem Heim fernhält und ihr alle Kräfte nimmt, mit den Interessen ihrer Kinder vereint, liegt dies daran, daß einesteils die Frauenarbeit noch allzu oft Sklavenarbeit ist, andererseits sich niemand darum gekümmert hat, die Pflege, die Aufsicht und Erziehung der Kinder außerhalb des Hauses zu sichern. Hier liebt eine soziale Lücke vor. Es ist jedoch ein Trugschluß, wenn man diese Lücke mit der Behauptung rechtfertigt, es stehe im Himmel geschrieben oder es sei ein Grundgesetz der Erde, daß Mutter und Kind einander ausschließlich zugehörten. Dieses gegenseitige Zueinander­gehören stellt in Wirklichkeit nur eine doppelte, verhängnisvolle Unterdrückung dar.[17]

Die Menschenverachtung, die hier zum Ausdruck kommt, ist mittlerweile Bestandteil des politischen Mainstream geworden. Alice Schwarzer hat die Gedanken Simone de Beauvoirs nach Deutschland getragen. In ihren Schriften beschreibt Schwarzer die Mann-Frau-Paarbeziehung als „heterosexuelle Macht-Ohnmacht-Hierarchie“.[18]

Alice Schwarzer besitzt sehr genaue Vorstellungen über die Formen sexuellen Zusammen­lebens. Den Beischlaf mit einem Mann beschreibt Schwarzer als „Pflicht­übung im Ritual des Frauwerdens“ und als „ein Sich­zur­ver­fügung­stellen für die Onanie des Mannes“.[18] Heterosexualität charakterisiert Schwarzer als Herrschaft des Mannes über die Frau bzw. als Unterdrückung der Frau und Ausbeutung durch den Mann[19] und bevorzugt gleich­geschlecht­liche Liebe: „Mann und Frau sind a priori so ungleich. […] Liebe ist eben nur unter Gleichen möglich, nicht unter Ungleichen.“[18] Dies ist sein Beispiel dafür, wie Frauenrechtlerinnen gekonnt mit Gleichheits- und Differenz­feminismus jonglieren. Hier postuliert Schwarzer eine Ungleichheit zwischen Mann und Frau, um Heterosexualität diffamieren und Homosexualität propagieren zu können.

Männliche Sexualität setzt Schwarzer mit Gewalt gleich. Sie versteigt sich dazu, dass Sexualgewalt allgegenwärtig sei, der alle Frauen jederzeit zum Opfer fallen können. Den Ehemann diffamiert sie sogar zum „Vergewaltiger Nr. 1“ der Frau.[20] Die Gewaltlüge wurde als wirkmächtiges Geschütz gegen Männer und die Institution Familie in Stellung gebracht.

Alice Schwarzer war es auch, die in einen wahren Freuden­rausch geriet, nachdem Lorena Bobbitt ihrem schlafenden Mann das Glied abgetrennt hatte („Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. […] Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersiliehacken.“ [21]) Das, merkt Walter Hollstein an, sei „nicht nur als ein öffentlicher Aufruf zu Mord und Totschlag, sondern auch als Aufruf zur Gründung einer terroristischen Vereinigung zu werten. Würde zum Beispiel irgendein Islamist in diesem Stile Gewalt gegen die ‘ungläubigen’ Christen fordern, wäre die Bundes­anwalt­schaft schon am gleichen Tag auf dem Plan.“ [22] Alice Schwarzer hingegen erhielt zweimal das Bundes­verdienst­kreuz vom verhassten Patriarchat, von dem sie sich als Frau, wie sie noch 2008 in ihrer Börne-Preis-Rede kundtat, behandelt fühlte wie damals die Juden. Männer wie Frauen erhoben sich nach diesen Äußerungen zum Applaus. Ähnlich andächtig klatscht das Publikum nur beim Papst; wenn von Religion geredet wird hat man gelernt, nicht zu widersprechen.

Alice Schwarzer sagt über die Familie.

Wenn Kinder kommen, müssen Frauen Konzessionen machen. Aber warum nur sie? In Zukunft sollten auch die Väter dazu bereit sein. Vielleicht empfinden viele die Emanzipation der Frau genau deshalb als Bedrohung? Ja, vielleicht für die Privilegien von Männern auf Kosten der Frauen.[23]

Andrea Dworkin, eine in den USA bekannte Feministin und anerkannte Autorin (Alice Schwarzer), schreibt folgendes: „Schwangerschaft ist die Bestätigung, dass die Frau gefickt wurde. Es ist die Bestätigung, dass sie eine Fotze ist. Ihr Ausgeliefertsein kennzeichnet sie als Hure. Ihr Bauch ist der Beweis dafür, dass sie benutzt wurde. Ihr Bauch ist ein Triumph des Phallus. Die Schwangerschaft ist die Strafe, dass sie beim Sex mitgemacht hat.“ [24]

Ziele

Die Stilisierung von Frauen als ewige Opfer hat die Funktion, politische Forderungen zu stellen. Nur Frauen sind Opfer der Gesellschaft, nur sie sollen dafür Kompensationen erhalten. Die Opfer müssen eine Wieder­gut­machung erfahren, und zwar u. a. durch die Vergabe von relevanten, interessanten und gut bezahlten Stellen. Mit dieser Strategie wird seit vier Jahrzehnten Politik gemacht, erfolgreich erobern Frauen politische Macht, finanzielle Ressourcen und die Kontrolle über staatliche Institutionen und politische Entscheidungen. Dieser Strategie dienen Bemühungen, Frauen als überlegen zu zeigen, ebenso wie die permanente mediale Diskreditierung von Männern. Wie andere Ideologien auch, ist der Feminismus mehr als ein rein intellektuelles System und strebt danach, Institutionen zu etablieren, die den feministischen Machtbereich erweitern und sichern. Auf diesem Weg ist der Feminismus schon sehr weit fortgeschritten.[25]

Die Spur der Verwüstung, welche die feministische Ideologie in vielen Bereichen entfaltet, kann der Leser vor allem in der Familien- und Schulpolitik entdecken.

Feministinnen schaffen es sich sehr professionell und wirkungsvoll in der Öffentlichkeit positiv ins Licht zu setzen mit unverdächtig klingenden Schlagwörtern wie Gleich­berechtigung, Frauenrechte, Kampf gegen häusliche Gewalt u.v.a.m. Längst wurde ein engmaschiges Netz aus Frauen­beauftragtinnen, Frauen­häusern, Frauen­beratungs­stellen, Sozial­arbeiterinnen, Jugend­amt­mit­arbeiterinnen, Politikerinnen und Rechts­anwältinnen geknüpft und so im Hintergrund und in aller Stille eine sehr wirkmächtige Lobby aufgebaut, die das Gleichgewicht unserer Gesellschaft gefährdet, während vordergründig weiterhin lauthals die „Benachteiligung der Frau“ beklagt wird.

Die feministische Lobby ist so mächtig, dass es kaum noch möglich ist öffentlich Kritik gegen den Feminismus zu äußern, ohne als Frauenfeind diffamiert zu werden. So gelang es dem Feminismus in Deutschland in Verbindung mit der „Politischen Richtigkeit“ sich praktisch gegen Kritik zu immunisieren. Diese Immunität aufzubrechen ist ein Ziel dieses Buches.

Es würde ein eigenes Buch erfordern, den Feminismus angemessen darzustellen und die notwendige Kritik am Feminismus ein weiteres. Weil feministische Glaubens­apostel es erfolgreich geschafft haben, ihre Glaubens­über­zeugungen als weitgehend unhinterfragtes allgemeines Gedankengut zu verankern, sind die vorgestellten feministischen Denkmodelle bei allen hier vorgestellten „Familien­zerstörern“ als (zumindest latent) vorhanden vorauszusetzen.

Da sowohl die meisten gesell­schaft­liche Prozesse als auch die öffentliche Bericht­erstattung von feministischen Gedankengut durchseucht sind, müssen hier (aus Platz­gründen viel zu kurz) einige Kerngedanken des Feminismus skizziert werden.

zurück3.2.2.2. Schwangerschaftskurse

Waris Dirie, das Top-Model aus Somalia, schreibt über ihre Mutter:

„Meine Mutter bekam Kinder, […] aber […] ich musste erst erwachsen werden, ehe ich begriff, was es für sie bedeutet haben muss, zwölf Kinder zur Welt zu bringen. Wenn Mama schwanger war, verschwand sie von einem Tag auf den anderen, und wir haben sie tagelang nicht gesehen. Schließlich kam sie zurück, ein winziges Baby im Arm. Sie ging ganz allein in die Wüste, um ihr Kind zu gebären, und nahm einen scharfen Gegenstand zum Durchtrennen der Nabelschnur mit. Einmal mussten wir auf der endlosen Suche nach Wasser weiterziehen, nachdem sie weggegangen war. Erst vier Tage später fand sie uns wieder; sie marschierte durch die Wüste mit dem neugeborenen Baby im Arm und hielt nach ihrem Ehemann Ausschau.“ [26]

Wir sind zwar keine Nomaden mehr, aber angesichts der Leistungen somalischer Frauen sieht das Reden hiesiger Feministinnen von Power-Frauen und Alpha-Mädchen ziemlich blass aus. Der Vergleich mutet grotesk an, wie eine Frau in der Wüste zwölf Kinder allein zur Welt bringt und wie in Industrie­nationen staatlich alimentierte Helfer­schwadronen der Schwangeren zur Seite springen wie einer Schwer­verletzten, als sei das Kinder­kriegen allein schon eine nobelpreisreife Leistung und als stünde fortan jeder bindungs­schwachen oder -unwilligen Bafög-Empfängerin, die ihren Freund nicht halten konnte oder wollte, eine Krieger­witwen­rente in Form von Unterhalt und staatlichen Vergünstigungen als eine lebens­lange Selbst­ver­ständ­lich­keit zu.[6][27]

Vor der Geburt jedoch müssen sich westliche Frauen in Schwanger­schafts­kurse beibringen lassen, wie sie eine Schwangerschaft überstehen und was sie während der Geburt zu tun haben. Wichtig ist aber auch die Gemeinschaft der Frauen, in der sie sich gegenseitig versichern können, wie schwer doch das Los ist, an dem sie tragen. Sie können auch über­einstimmend zu der Über­zeugung gelangen, dass Männer viel zu wenig Rücksicht auf ihre Umstände nehmen und welche Opfer sie erbringen, was ihnen alles zustünde und wie benachteiligt sie doch sind.

Schwanger­schafts­kurse sind ein Hort feministischer Kaderschulung. Da werden Informationen und Standards ausgetauscht: Der Mann von Frau X ist aber viel einfühlsamer, der Mann von Frau Y beteiligt sich aber mehr bei der Hausarbeit, der Mann von Frau Z verbringt mehr Zeit mit der Familie und Ehemann XYZ bringt mehr Geld nach Hause. Da kommt die eine oder andere Schwangere schon auf den Gedanken, ihre Ansprüche an den Ehemann (selbst­ver­ständ­lich nach oben) „anzupassen“. Ob die gestellten Ansprüche zu den eigenen Leistungen in einem angemessenen Verhältnis stehen, wird in Schwanger­schafts­kurse eher nicht diskutiert. Denn, was könnte wichtiger sein als die eigene Schwangerschaft?!??

Selbstverständlich fordern deutsche Frauen nur ein, „was ihnen zusteht“. Sie können nicht (an)erkennen, was Frauen in Somalia leisten, dazu fehlt den feministischen Klagefrauen der Horizont, zum Leidwesen deutscher Männer. Schwanger­schafts­kurse sind der erste Schritt, eine „Frauen­einheits­front“ gegen Männer aufzubauen, in Babywickelkursen kann diese Front weiter geschlossen werden. Doch damit nicht genug: Es folgen mit Kindergarten und Schule weitere (fast) reine Frauendomänen.

zurück3.2.2.3. Kindergarten

Schon in Kindergarten geht es los mit der feministischen Konditionierung der Kleinkinder …

Coming soon!

zurück3.2.2.4. Schule

Auch die Schulen sind weitgehend in feministischer Hand …

Coming soon!

Doris Lessing, eine im heutigen Simbabwe aufgewachsene Autorin, beklagt eine „denkfaule und heimtückische Kultur“, die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, „auf Männer einzudreschen“. Bei einem Besuch in einer Schule, in der die Lehrerin Beifall heischend erklärt habe, Kriege seien auf die angeborene Gewalttätigkeit von Männern zurückzuführen, berichtet sie:

„Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammen­gesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.“ [28]

zurück3.2.2.5. Frauenberaterinnen, Frauen­beauftragte

Das Netzwerk der Beratungs­stellen und Gleich­stellungs­beauftragten bilden das Rückgrat des Feminismus …

Coming soon!

zurück3.2.2.6. Beratung in der Polizei

Im Abschnitt Exekutive wurde die Polizei als neutralstes Organ vorgestellt, deren Beamte über einen kriminalistischen Spürsinn verfügen und den auch einzusetzen verstehen. Aber die Feministinnen blieben ja nicht untätig und haben sich der Beratung und dem Training von Polizisten zum Gewalt­schutz­gesetz bemächtigt.[29] Auch hängen in Polizeistuben Plakate, auf denen Männer als Täter und Frauen als Opfer zu sehen sind, damit die Beamten auch ja genau wissen, wen sie aus der Wohnung verweisen müssen.

Für den unwahrscheinlichen Fall weiblicher Gewalt haben Polizei­psychologen auch eine Erklärung: „Wir müssen hier ganz deutlich unterscheiden zwischen Frauen und Männern. Wenn Frauen ihre Kinder umbringen, hat es meistens ganz andere Motive als bei Männern. Bei Frauen haben wir ein Phänomen, das in Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen auftritt, meist auch mit Depressionen. Da möchte man die Kinder nicht zurücklassen, da möchte man ihnen das Leben hier auf der Erde ersparen, nachdem man es auch für sich selbst beendet hat. Bei Männern hat es meistens etwas damit zu tun, das man mit Rache erklären könnte: die Frau bestrafen, die Zurück­gebliebenen bestrafen, ich nehme dir das weg, was dir am wichtigsten ist. Also von den Motiven her ist es unterschiedlich.“[30]

Fazit: Beamte der Polizei sind mehr als andere logischen Argumenten zugänglich und ihr kriminalistischer Spürsinn überwiegt der ideologischen Indoktrination. Doch sollte man keine überhöhten Erwartungen hegen, denn wie die Polizeibeamten zu handeln haben wird in Handlungs­anweisungen oben in der Hierarchie festgelegt und daran ist der Polizeibeamte weisungsgebunden. Und die Entscheidungsebene der Polizei, welche die Handlungs­anweisungen verfasst, ist wiederum fest in der Hand feministischer Beratungsindustrie.

zurück3.2.2.8. Verschwörungstheorie

Die CIA soll in den 1960er Jahren diverse „linke“ Frauen­zeit­schriften gestartet und finanziert haben. Nicholas Rockefeller soll dazu folgendes gesagt haben:

„Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle, weil die Frauen arbeiten gehen. Außerdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unserer Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. In dem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.“ [31]

Das klingt sehr verschwörungs­theoretisch. Da die Bevölkerung aber tagtäglich von den Medien gehirngewaschen und mit feministischen und gender Parolen zugetextet, während eine Familie nach der anderen zerstört wird, ohne dass die Politik dagegen irgendetwas unternimmt, klingt die Geschichte irgendwie plausibel. Aber erstens ist das nicht nachvollziehbar und zweitens ist mit dieser Erklärung nichts gewonnen. Klar ist nur, dass eine kaputte Gesellschaft aus Egomanen entsteht, die Medien die Bevölkerung belügen und die Politiker („Familie ist da, wo Kinder sind“) das Volk in die Irre führen.

Es soll hier keinen Verschwörungs­theorien Vorschub geleistet werden, allerdings hat die Vorstellung von Alice Schwarzer als „U-Boot“ einen gewissen Charme. Denn es ist schon seltsam, dass ausgerechnet eine Frau, die offen Gewalt gegen Männer befürwortet (Lorena Bobbit[32]) und die Zwangs­geschlechts­umwandlung an einem Jungen hochlobt (David Reimer[33]), zweimal einen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhielt.[34]

zurück3.2.2.9. Feministischer Diskurs über Gewalt

Gewalt von Frauen

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Der feministische Gewaltbegriff

[35]

Coming soon!

Ist Krieg männlich?

Feministinnen gefallen sich darin, den Krieg als „männlich“ zu definieren und Frauen als Opfer von Krieg, also als Opfer von Männergewalt zu beschreiben.

Warren Farrell schreibt über die amerikanischen Verhältnisse:

Frauen erleben sich in fünfundneunzig Prozent aller Fälle als Opfer. Oder als Benachteiligte oder als solche, die um ihr Leben kämpften … Frauen sind nicht nach Vietnam gegangen und haben dort keine Städte und Dörfer in die Luft gesprengt. Sie sind keine Rambos.

Jodie Foster, The New York Magazine

Muhammad Alis Weigerung, sich am Vietnamkrieg zu beteiligen, weil er ihn für ein Verbrechen ansah, brachte ihn auf dem Gipfel seiner Karriere ins Gefängnis und stahl ihm unwiederbringliche vier Jahre seiner Lebenszeit. Zur selben Zeit befand sich Jodie Foster ungefährdet im eigenen Zuhause, wurde reich und berühmt und verdiente Geld mit ihrem Sex-Appeal. Was hätte Jodie Foster gesagt, wenn ein sexistisches Gesetz sie im Alter zwischen vier­und­zwanzig und sieben­und­zwanzig ins Gefängnis gebracht hätte? Oder wenn ihr Körper so geringschätzt würde, dass sie, um Geld zu verdienen, sich Boxhieben aussetzen müsste, die schließlich zu Hirnschäden und Parkinsonscher Krankheit führen können?

Männern erscheint es merkwürdig, wenn Frauen wie Jodie Foster erst ignorieren, dass Männer geopfert wurden, dem Opfer die Schuld zuschieben und sich schließlich selbst als Opfer hinstellen. Besonders wenn das eine Jodie Foster sagt, die in einer Zeit aufwuchs, in der Frauen den Traum des „eigenen Zimmers“ als Realität erlebten, während ihre männlichen Alters­genossen die Realität des „eigenen Leichen­sacks“ erlebten. Männer sahen traurig mit an, dass Frauen einen Vorsprung in der Berufslaufbahn hatten, während sie in einem Krieg kämpften, der ihre Seelen zerstörte. Es ist bitter, aus diesem Krieg zurück­zu­kehren und sich anhören zu müssen, dass sich eine Frau als Opfer von Sexismus bezeichnet, weil sie an ihrem Arbeitsplatz, den anzunehmen sie kein Gesetz gezwungen hat, gebeten wurde, Kaffee zu kochen.

In den siebziger Jahren wurde eine amerikanische Frau als „befreit“ und als „Superfrau“ bezeichnet, während ein amerikanischer Mann, der in Vietnam kämpfte, „Babykiller“ genannt wurde, „Verräter“, wenn er dagegen demonstrierte, und „apathisch“, wenn er keins von beidem tat. Sogar Männer, die mit einer Lähmung vom Hals abwärts nach Hause zurückkehrten, wurden buchstäblich bespuckt. Das passierte nicht nur in Amerika. Sowjetische Frauen, die ungefährdet in ihrem Zuhause lebten, galten als „befreit“ und „überlastet“, während eine Million sowjetischer Männer, die nach größter Todesgefahr aus Afghanistan heimkehrten, nicht etwa „Helden“, sondern „Trottel“ genannt wurden. Es war die Rede von sowjetischen Hausfrauen, die vor den Läden Schlange stehen mussten, aber kaum von den sowjetischen Männern, die in afghanischen Wüsten schmachteten, von giftigen Skorpionen gestochen wurden und sich mit Malaria, Gelbsucht, Typhus, Hepatitis und Durchfall ansteckten. Als sie nach Hause zurückkehrten, nannte sie die sowjetische Regierung bloß die nicht einsatzfähigen Hilfstruppen. Diese Ablehnung und Un­ehren­haftigkeit führten bei den Männern zu Alkoholismus, Einweisung in Kliniken und Selbstmord. Doch es wurde immer nur von den überlasteten sowjetischen Frauen geredet.[36]

Nun wenden wir uns deutschen Verhältnissen zu:

Seit dem 2. Januar 2001 KÖNNEN Frauen nun uneingeschränkt, also in sämtlichen Verwendungen, ihren Dienst versehen. Als Kampfschwimmer, Panzergrenadier, Fallschirmjäger oder Pilot – unter der Bedingung, dass sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.

Schon die simple Tatsache, dass Frauen etwas freiwillig dürfen was Männer zwangsweise müssen genügt, genügt also, um triumphierend und hochtrabend von Gleich­berechtigung zu sprechen.

Nach Angaben von Schulkommandeur Wolfgang Brasack in Plön werden an die Frauen dieselben Anforderungen gestellt wie an die Männer.

Wunschdenken oder bewusste Lüge? Freie Presse oder Propaganda-Organ?

Hindernislauf: „Frauen bewältigen die Aufgaben sehr gut“ […] Gohr: Sie sind mit den Ergebnissen der Männer absolut auf gleicher Höhe. […] Gohr: Kein Vorgesetzter will sich dem Vorwurf eines Fehlverhaltens aussetzen. Deshalb wird er im Falle einer Meldung über sexuelle Belästigung […] immer reagieren. […] SPIEGEL ONLINE. Um die Integration der Frauen voranzutreiben, bieten die Streitkräfte nach US-Vorbild das so genannte Gender Mainstream Training an. Zeigen die irgendeine Wirkung? Gohr: Unbedingt.

„Mit den Männern auf gleicher Höhe“, Spiegel Online am 23. September 2002

Es geht also nicht darum, dass Frauen dasselbe leisten wie Männer und im Zweifelsfall für Volk und Vaterland im Krieg sterben, es geht darum, dass Männer nun auch innerhalb der Bundeswehr des sexuellen Missbrauchs anzeigen zu können und darum, Gender Mainstreaming auch in diesem Bereich der Gesellschaft zu installieren.

Die traurige Wahrheit über „gleiche Anforderungen an Frauen“ sieht man hier: Frau Oberfähnrich versucht die Hindernisbahn beim Sportfest der Bundeswehr zu überwinden.

Seit fünf Jahren stehen Frauen alle Positionen in der Bundeswehr offen. […] Manche Männer empfinden ihre Anwesenheit inzwischen als Konkurrenz. […] Und die Frauen sind gut: Über­durch­schnittlich motiviert, engagiert und leistungs­orientiert, bereiten sie manchem männlichen Kollegen Kopfzerbrechen. Denn: „Zum Teil bringen Frauen bessere Ergebnisse als Männer, vor allem im kognitiv-theoretischen Bereich“.

Frauen in der Bundeswehr: Emanzipation im Kampfanzug, Spiegel Online am 5. Februar 2006

Männer fürchten Frauen inzwischen als Konkurrenz. Das übliche Powerwummen-Argument: Die Frauen sind besser. Worin? Ach so: „im theoretischen Bereich“. Da werden die Taliban es aber mit der Angst zu tun kriegen und vor Schreck weglaufen, wenn diese Powerwummen sich in Afghanistan zeigen.

Warren Farrell zeigt die zwei verschiedene Mentalitäten: die Du-musst-kämpfen-Mentalität „seiner Armee“ und die Du-kannst-kämpfen-wenn-Du-willst-Mentalität „ihrer Armee“. Hier eine Armee von Männern, die ihr Leben abwerten, und dort einen Armee von Frauen, die ihrem Leben Wert beimessen. Das verstärkt den Eindruck, dass Frauen bluffen, wenn sie nach Gleichheit rufen. Es spaltet die Armee in zwei Teile.

Es beginnt schon mit der Pflicht zur Registrierung als Wehrfähiger. In vielen Bundes­staaten darf ein achtzehnjähriger junger Mann, der sich nicht zur Armee gemeldet hat, keine staatliche Schule besuchen. Er bekommt nicht einmal ein Darlehen für eine Privatschule. Weil die Musterungspflicht nur für Männer gilt, kann eine Frau, die sich nicht registrieren lässt,

  1. in eine staatliche Schule gehen,
  2. mit staatlicher Hilfe in einer private Schule gehen oder
  3. heiraten und berufstätig sein, allein leben und berufstätig sein, Kinder haben …

Ein Mann, der sich nicht registrieren lässt, kann

  1. ins Gefängnis gehen.

Der Sonderstatus der Frau befreit sie von einem moralischen Dilemma und ermöglicht ihr, sich selbst und andere Frauen als unschuldiger und moralischer zu betrachten als Männer. Ja nicht einmal in Kriegszeiten werden Frauen gezwungen, ihre normalen Jobs aufzugeben und für zwei Jahre in Munitions­fabriken zu arbeiten. …

Wie emanzipiert ein Land ist, zeigt sich daran, inwieweit es Männern von der Pflicht befreit, Frauen zu schützen, und Frauen dazu erzieht, in gleichem Maß wie die Männer zum Schutz der Allgemeinheit beizutragen. Nach diesem Maßstab ist kein Land der Welt sehr emanzipiert.

Feministische Ideologen sind einig über das männliche Patriarchat als das große Übel der Welt. Dazu gehört auch das feministische Dogma, dass männliche Konkurrenz und Macht das Militär erst hervorgebracht haben, frei nach Jodie Fosters Merkspruch „Frauen sind keine Rambos“.

Frauen, die nie eine militärische Grund­aus­bildung aus eigenem Erleben kennengelernt haben, kann offenbar erfolgreich eingeredet werden, ein Soldat werde zu Dominanz, Befehl und Gewalt ausgebildet. Eine vom Feminismus ideologisierte Frau versteht nicht, dass der einzelne Soldat nicht zur Dominanz, sondern zur Unterordnung erzogen wird. Erst wenn er den Nachweis erbracht hat, dass er Befehle auszuführen vermag, darf er selbst befehlen. Er darf Befehle erteilen, weil er gelernt hat, Befehle entgegenzunehmen, und seine scheinbare Dominanz resultiert also aus seiner Unterordnung.[36]

Das klassische Patriarchat war nicht, wie Feministinnen es weismachen wollen, ein Herrschafts­instrument über Frauen. Die klassische Konditionierung des Mannes war, dass er sich im militärischen für seine Kameraden, für Volk und Vaterland und im zivilen für seine Frau, seine Kinder und Familie sein Leben aufopfern würde. Erst durch die Unterordnung unter dieses Joch wurde er berechtigt, in der Familie als pater familias die potestas auszuüben. Es käme Frauen nicht in den Sinn, bei einem Berg- und Schiffsunglück ihre Rettung zugunsten von Männern und Kindern zurückzustellen. Für Männer ist der Ruf „Frauen und Kinder zuerst“ ein Befehl, dem sie Folge leisten. Ein gesell­schaft­lich verankerter Ehrbegriff sorgte dann auch für die Disziplin, dass die Männer untereinander dafür sorgten, dass kein Mann aus diesem Befehls­gehorsam ausbrach.

Es gibt unter Feministinnen einen beliebten Buchtitel „Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse kommen überall hin“[37], der zum Slogan vieler Frauenprojekte wurde. Es ist nur eine Frage der Zeit, vielleicht ist sie schon da, dass Männer das Motto entdecken „Gehorsame Männer sterben auf der Titanic, vor Verdun und in Stalingrad, ungehorsame leben länger“. Die Feministinnen sprechen gerne immer nur von Frauenrechten, sie sprechen nicht gerne von der Kehrseite, die bedeutet, dass auch Frauen den Familien­unterhalt durch Berufsarbeit erwirtschaften, als Feuerwehrfrau in den Türmen des Word Trade Centers sterben und als Soldatin in Afghanistan bluten müssen.

Für jeden Todes­beruf, ob Soldat, Polizist, Feuerwehrmann, Bergretter oder Seeretter, gilt dasselbe. Für eine Frau heißt es: „Mein Körper gehört mir“, für einen Mann: „Mein Körper gehört dem Staat.“ Eine Frau hat das „Recht zu wählen“, ein Rekrut hat die Wahl zwischen „auf eine Mine treten, von einem Granatwerfer getroffen zu werden, erschossen zu werden, durch eine Handgranate sterben, in die Luft gejagt zu werden … du kannst in tausend Teile zerfetzt werden, du kannst einen glatten Lungen­durch­schuss bekommen und unter dem Röcheln deiner letzten Atemzüge krepieren, du kannst mit diesem schwachen Pochen im Ohr an Malaria verrecken.“

Ein Kriegsveteran beschreibt, was es bedeutet, ein Soldat zu sein und zu einer Kampfmaschine geformt zu werden: „Die Kampfmaschine zerstört dein Selbstbild, so dass du so umgeformt werden kannst, dass du in das Schema der Armee passt.“

In einer Armee kann jeder Mann kraft Befehl zum Kämpfen gezwungen werden. Dadurch, dass der Frau die Wahl gegeben wird, zu kämpfen oder nicht, werden zwei Mentalitäten in der Armee geschaffen. In der Kampf­aus­bildung lernen Männer ihr Leben abzuwerten, während die Ausbildung in technischen Berufen, die auch im zivilen Leben von Nutzen sind, mit Wertgebung des eigenen Lebens im Einklang steht. Schikane, Spott und Frotzelei erziehen zur Abwertung – deshalb schikanieren und verspotten Männer sich gegenseitig: Sie stutzen ihre Individualität zurecht, weil die Kriegs­maschinerie mit genormtem Material am besten funktioniert. Darum sind Schikane und Spott wichtiger Bestandteil für die militärische Grund­aus­bildung. Während die Abwertung der Männer für Frauen nie wirklich ein Problem war, widerspricht es diametral dem Weltbild von Feministinnen, die sich von dem Betreten des militärischen Bereichs für sich eine Aufwertung und keine Abwertung versprechen. Ausbilder in der Armee laufen deshalb Gefahr, von weiblichen Soldaten wegen Sexismus und Diskriminierung von Frauen angezeigt zu werden. Den Männern wird einerseits gesagt, dass Frauen gleichgestellt sind, andererseits, wenn sie Frauen wie ihre männlichen Kameraden behandeln und ebenso schikanieren und verspotten, laufen sie Gefahr ihre Laufbahn zu ruinieren. Das erzeugt Spannungen und bestärkt Männer darin, dass, Frauen beides wollen, „die besten Rosinen heraus­picken und den ganzen Kuchen für sich“.

Warren Farrell vor Veranschaulichung von „seine Armee“ und „ihre Armee“ das Beispiel von der „schwangeren Marine“ und der „USS Stark“.

Es ist politisch nicht richtig, in der Truppe auch nur davon zu sprechen, aber … ein großer Prozentsatz von Soldatinnen treibt ihre Föten bewusst ab, wenn diese ihren Zweck erfüllt haben, den Einsatz bei der Operation Wüstensturm zu umgehen … Es ist nicht richtig, einen Fötus zu benutzen, um sich vor etwas zu drücken, wozu du dich vertraglich verpflichtet hast, und dann den Fötus zu töten.

Militärarzt, Kuwait (will nicht genannt werden)

Die Haltung der eigenen Person Wert beizumessen, liegt auch dem „Syndrom der schwangeren Marine“ zugrunde: das Phänomen Frau, die das technische Training absolviert und dann schwanger wird, kurz bevor ihr Schiff auslaufen soll, so als wäre sie für Heimaturlaub ausgebildet worden, nicht für eine Stationierung; oder, die schwanger wird, kurz nachdem ihr Schiff stationiert wurde, so dass sie sich immer mehr Pflichten entziehen kann und ihre Kameraden zwingt, ihre Arbeit zu übernehmen. Das alles ist mit der Wertgebung des eigenen Lebens, nicht aber mit einem militärischen Auftrag zu vereinbaren. Wenn über 40 Prozent der Frauen auf Schiffen, wie der USS Acadia, während der Vorbereitungen zur Stationierung schwanger werden, setzen sie mit ihrem Ausstieg das Leben von Männern aufs Spiel. Warum?

Die Marine bildet Teams aus. Jedes Mitglied des Teams wird darauf vorbereitet, mit den anderen in Situationen zusammenzuarbeiten, in denen der Bruchteil einer Sekunde über Leben und Tod entscheiden kann. Wenn Teile des Teams plötzlich fehlen, können diese nicht so einfach ersetzt werden, weil ihre spezielle Art der Zusammenarbeit mit den Personen, die das Team ausmachten, sie unentbehrlich gemacht hat. Im Grunde fällt ein ganzes Team aus, wenn auch nur eine Frau ausfällt. Was ist die Konsequenz? Stellen Sie sich vor, Lieutenant Collin wäre ausgefallen, als die zwei irakischen Raketen ein riesiges Loch in die Seite der USS Stark rissen …

Der Raketen­angriff verursachte ein Feuer, das sich schnell ausbreitete und das Schiff und die 200 Mann Besatzung in die Luft zu jagen drohte. Der siebenundzwanzig Jahre alte Lieutenant Conklin (eine wahre Begebenheit!) zog sich an beiden Füßen, beiden Händen und beiden Armen schwere Verbrennungen zu. Doch er wusste, dass er die Explosion des Schiffes eventuell verhindern konnte, wenn es ihm gelang, durch das brennende zerstörte Schiffswrack zur Mannschafts­kabine zu kriechen und dort die Ventile der Wasserrohre zu schließen.

Der Gang zur Mannschafts­kabine war stockdunkel, und es herrschte eine Hitze von etwa 400 Grad Fahrenheit (200 Grad Celsius) – (Papier entzündet sich bei etwa 451 Grad Fahrenheit, daher der Filmtitel Fahrenheit 451). Doch er ging hinein, nur mit einem T-Shirt beschützt, das er in Salzwasser getaucht hatte. Er schloss die Augen damit nur die Augenlider verbrannten, nicht die Augen selbst. Er tastete sich durch das Rohrsystem vor, und jedesmal, wenn er ein glühendes Rohr berührte, riss es ihm Hautfetzen von Fingern und Händen – er sagte, es sei gewesen, als steckte er in einem glühend­heißen Pizzaofen und berührte mit den Händen die heißen Bleche. Er hielt durch, bis er die Ventile der Wasser­rohre geschlossen hatte, kämpfte sich den Weg zurück und führte seine Rettungs­aktion weiter, weil er feststellte, dass das Schiff zu sinken drohte und weiterhin Gefahr bestand, dass es in die Luft flog.

Während Conklin sich darum kümmerte, war auch der heftig blutende Matrose Mark Caouette, dem ein Bein zerschossen worden war, nicht dazu bewegen, sich von einem Kameraden in Sicherheit bringen zu lassen. Er wollte weitere Ventile schließen. Seine verkohlte Leiche wurde später bei einem dieser Ventile gefunden. Gleichzeitig schleppte der Elektro­techniker Wayne Weaver sechs bis zwölf Männer in Sicherheit; er wurde später ebenfalls tot aufgefunden; er hielt einen Kameraden umklammert, den er hatte retten wollen. Diese Männer im Alter zwischen 19 und 36 Jahren retteten 163 Männern das Leben, 37 starben. Zu einem Team gehört für sie, den Wert des eigenen Lebens zurückzustellen. Es hieß nicht, die Vorteile der Ausbildung zu genießen und dann einen Weg zu finden, um kurz vor der Stationierung Landurlaub zu bekommen.

In den letzten zehn, zwanzig Jahren sahen wir es als Sexismus an, wenn solche Männer bei der Vorstellung, mit Frauen auf einem solchen Schiff (oder bei der freiwilligen Feuerwehr) zusammenzuarbeiten, ablehnend reagieren.

Einer der Soldaten erklärte es mir so: „Wir warten nicht einen Notfall ab, um herauszufinden, wer sein Leben riskiert und wer sich lieber absetzt. Wenn ein neuer Rekrut kommt, simulieren wir gefährliche Situationen und lassen es aussehen, als wäre einer in Lebensgefahr. Wir wollen wissen, ob der Neue den Kerl, der in Schwierigkeiten steckt, rettet oder ob er seine eigene Haut rettet. Aber wenn wir das mit Frauen testen, dann schreien sie: Diskriminierung. Natürlich nicht alle Frauen. Aber viele …“

Das Schwangeren-Marine-Syndrom ist nur das äußere Anzeichen eines Problems, das in fast allen Untersuchungen des Militärs deutlich wird – von den US-Fernmelde­truppen bis zur US-Armee. Männer hatten den Eindruck, dass Frauen die leichteren Aufgaben zugewiesen oder dass sie unverdient befördert wurden, und zwar oft durch sexuelles „Entgegen­kommen“. Sie waren verärgert, wenn diese Frauen dennoch gleich bezahlt wurden wie sie. […]

Die Militär­akademien haben z. B. auf den Umstand, dass Frauen in West Point sich viermal öfter krankmelden als Männer, nicht damit reagiert, dass sie die Anforderungen an die Frauen an die der Männer angleichen. Stattdessen führten sie zwei Standards ein. So musste z. B. ein Ausbildungs­lager der Elite­kampf­truppe Frauen von sämtlichen Infanterie­feld­übungen befreien. Was war das Resultat? Im Golfkrieg wurde oft von Männern erwartet, dass sie Hand anlegten, weil Frauen keine Last­wagen­reifen wechseln, kein Fahrzeug aus dem Sand schieben, keine schweren Benzin­kanister schleppen oder keinen verwundeten Soldaten wegtragen konnten. Was jedoch noch wichtiger ist: Die Männer konnten ihrer Karriere ernsthaft schaden, wenn sie sich über diese Diskriminierung beschwerten. Ironischerweise wurden sie der Diskriminierung bezichtigt, wenn sie sich über Diskriminierung beklagten.[36]

Das ist aber noch nicht alles. Frauen haben in der Armee bessere Aufstiegs­chancen. Obwohl die ersten Frauen erst 1980 in West Point ihre Ausbildung abschlossen, lag ihr Anteil unter den Offizierinnen schon 15 Jahre später über dem Anteil in der Gesamtarmee. Männer und Frauen erhielten im Golfkrieg mtl. 110 Dollar Kampfzulage. Beide wurden gleich bezahlt, obwohl sie nicht das gleiche Risiko trugen.

Wenn Männer kämpfen müssen, während Frauen selbst entscheiden können, kann von gleichem Risiko keine Rede sein. Es kann nicht von Gleichheit gesprochen werden, wenn einerseits Frauen unter den Getöteten die Ausnahme sind, sie andererseits den gleichen Sold erhalten und ihre Chancen auf Offizierskarriere sogar besser sind. Die militärischen Operationen in Panama und der Krieg am Persischen Golf führten zum Tod von 375 Männern gegenüber 15 getöteten Frauen. Auf eine getötete Frau kamen also 27 getötete Männer. Wenn berücksichtigt wird, dass in der amerikanischen Armee 9 Männer auf eine Frau kommen, dann ergibt sich ein Todesrisiko für einen Mann, das dreimal so hoch ist wie für eine Frau.[36] Mit anderen Worten: Eine Frau hat den dreifachen Wert eines Mannes. Das ist Sexismus! Dies unter dem Deckmäntelchen der Gleichheit zu verkaufen ist Heuchelei. Der von Frauen trotzdem erhobenen Vorwurf, sie würden von Männer benachteiligt, ist Zynismus.

Zickenkrieg oder Frauen beim Militär?

Ein klassischer Fall ist der jener Rekrutin, dies sich, unterstützt von sämtlichen Frauen­verbänden des Landes, Zutritt zur Militärakademie „The Citadel“ erstritten hatte, die wegen des harten Drills bis dahin nur Männer aufnahm. Die Rekrutin gewann und schmiss nach vierzehn Tagen lächelnd das Handtuch. Ein monatelanger hysterischer Streit um Grund­rechte, um Patriarchat und Gleich­berechtigung – alles nur feministische Propaganda gegen vermutete Männerbünde, alles nur Show. Wer will solche Gleichheits­kämpferinnen ernstnehmen?[6]



  • Michail Savvakis: „Warum Antifeminismus?“, 1. Internationalen Antifeminismus-Treffen am 30. Oktober 2010 in der Schweiz PDF-Dokument
  • „Die Geschichte der Political Correctness“ Video-Dokument Video-Dokument Video-Dokument
  • Fabian Schmidt-Ahmad: Der so genannte Feminismus, Junge Freiheit am 8. Juni 2010
  • Eckhard Nickig: Die Feminismus-Industrie: Machtmonopol nicht nur in Frauenfragen, ef-magazin am 29. Januar 2010
  • Gerhard Amendt im Interview: Männer haben Kampf gegen Feminismus verpasst, Die Welt am 3. Januar 2010
  • Reinhard Mey: Annabelle, ach Annabelle
  • Charles Aznavour: Du lässt dich gehn
  • Bodo Wartke: Tochter eines Schönheitschirurgen
  • Konstruktionsfehler in der F-Klasse (Der neue Feminismus will nicht der alte sein, weil das Opferkleid schlecht zur konservativen Diskursmode passt), Freitag am 4. Mai 2004
  • Wilhelm-Griesinger-Institut: Feministische Seelenvergiftung
    „Viele meinen, es gäbe heute keine Feministen mehr. Diese Bewegung sei ausgestorben. Hier irren sie. In den Amtsstuben, in der Wissenschaft sind sie auf dem Durchmarsch, regeln die Sprache, sorgen für Quoten und für gesetzlich geregelte Kinderversorgung. Sie treten nach außen sanfter auf, nennen ihre neue, verquaste Ideologie Gender Mainstreaming. Die Familie, so wie sie in den seelischen Strukturen angelegt ist, hat in der Ideologie der Feministen abzutreten.
    Der Feminismus erntet die gestreute Saat: Kälte und Schuldgefühle sind in Kinderstuben und Restfamilien eingezogen. Weiblich- und Mütterlichkeit sind vielerorts verdorrt. Das Bild der Mutter und der Familie ist vernebelt, verschüttet, immer weniger existent unter jungen Leuten. Der feministische Geist, der weite Teile des öffentlichen Seins durchzogen hat, trägt schleichend zur Zerrüttung des Selbst und der Familie bei.“
  • Wilhelm-Griesinger-Institut: Gender-Mainstreaming – Gestört ins Leben
    „Unter dem nebulösen Anglizismus ‚Gender Mainstreaming‘ ist die ideologische Fortsetzung des Feminismus zu verstehen. Diese Ideologie propagiert, Frauen seien die besten Männer, die es je gab. Männer seien gute Mütter, alles nur eine Frage der Sozialisation. Was entsteht, sind massiv identitätsgestörte, junge Menschen.
    Von Familie und Kindern ist keine Rede (mehr). Sie haben einen Lebens­abschnitts­partner, einen Hund und eine Katze. Aber keine Kinder.“
  • Gerhard Amendt: »Der Feminismus wird sterben« Der renommierte Familienforscher Gerhard Amendt forderte die Schliessung von Frauen­häusern und wird seither bedroht. Er kritisiert die verheerenden Auswirkungen des weiblichen Opferstatus und die intellektuelle Verödung der Feministinnen., Weltwoche Nr. 15.10, Seite 48ff. PDF-Dokument
  • René Kuhn: „Replik: Der gefürchtete Mann“, Weltwoche Nr. 45.10, Seite 24 PDF-Dokument
  • Paul-Hermann Gruner: Feministen – Männer in Zwangsjacken, Anti-Mobbing-Blog am 8. April 2009
  • Waschti und Esther zwei Königinnen – zwei Stadien feministischen Bewusstseins, aus: Marianne Wallach-Faller: „Die Frau im Tallit. Judentum feministisch gelesen.“, herausgegeben von Doris Brodbeck und Yvonne Domhardt, Chronos-Verlag 2000, ISBN 3-905313-65-0
  • Gerhard Amendt: „Frauen­bewegung und Antisemitismus. Die Mitschuld der Frauen an der NS-Zeit.“ Geschichtsverleugnung, Väterfeindlichkeit und Antisemitismus im ideologischen Feminismus, Das Jüdische Echo, Vol. 57 PDF-Dokument
  • Schröders Feminismus-Kritik: „Homosexualität ist keine Lösung für die Benachteiligung der Frau“, Tagesspiegel am 6. November 2010



[1] a b c d Zitat von Michael Klonovsky
[2] Women’s Liberation Aims to Free Men Too, Originally published in the Washington Post on June 7, 1970
[3] Arne Hoffmann: „Männerbeben“, Kapitel „Ist der Feminismus noch zu retten?“, S. 197
[4] Beate Kricheldorf schreibt in ihrem Buch „Verantwortung: Nein Danke!“ über die weibliche Opferhaltung als Strategie und Taktik: „Es gibt wohl keine Menschengruppe auf der ganzen Welt, der es besser geht als europäischen oder amerikanischen Mittelschicht-Frauen. Sie haben vergleichsweise alles: Wohlstand, Sicherheit, Demokratie/Selbstbestimmung, Bildungschancen usw. Dass ausgerechnet diese Menschengruppe am lautesten ihre Benachteiligung bejammert und unentwegt nur Forderungen stellt, ist irgendwie bezeichnend.“, S. 92
[5] Beate Kricheldorf: „Verantwortung: Nein Danke! Weibliche Opferhaltung als Strategie und Taktik.“, R.G.Fischer 1998, ISBN 3-89501-617-9, S. 25
[6] Matthias Matussek: „Die vaterlose Gesellschaft. Überfällige Anmerkungen zum Geschlechterkampf.“, Rowohlt 1998, ISBN 3-499-60597-X a) Kapitel „Es reicht!“, b) S. 15, c) S. 109
[7] Esther Vilar unterscheidet: a) Protektionistischer Feminismus (Ausschaltung der männlichen Konkurrenz im öffentlichen Leben), b) Unterhaltender Feminismus (Bekämpfung der Langeweile), c) Lesbischer Feminismus (Ausschaltung der männlichen Konkurrenz auf dem Gebiet der Sexualität), d) Marxistischer Feminismus (Errichtung totalitärer Systeme), e) Reaktionärer Feminismus (Rationellere Verwertung der männlichen Arbeitskraft).
[8] a b Arne Hoffmann in seiner Rezension über „Medusa schenkt man keine Rosen“
Michail A. Xenos: „Medusa schenkt man keine Rosen: Eine untypische Einstimmung in das ‚Jahrhundert der Frau‘.“, Manuscriptum 2007, ISBN 3-93780121-9
[9] Esther Vilar: „Das polygame Geschlecht“
[10] Esther Vilar: „Der dressierte Mann“, S. 120
[11] Stephanie Korinek: „Gender Mainstreaming“, Diplomarbeit 2008 PDF-Dokument a) S. 7, b) S. 9
[12] WGvdL-Forum: 28.12.2008, 21:00
[13] Alice Schwarzer: „Die Täter sind zu quasi hundert Prozent männlich, und ihre Opfer zu quasi hundert Prozent weiblich.“, in: „Der große Unterschied“, S. 81;
„So oder so, selbstbewusst oder bedacht, attraktiv oder unscheinbar, jung oder alt, Frauen sind Opfer. Und Männer sind Täter.“, in: „Alice im Männerland – eine Zwischenbilanz“
[14] Alice Schwarzer: „Und dabei sind Frauen und Männer Opfer ihrer Rollen – aber Frauen sind noch die Opfer der Opfer.“, in: „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“, S. 180
[15] Gertrud Höhler (Unter­nehmens­beraterin): Weibliche Stärke: „Frauen holen sich mehr vom Leben als Männer“, Die Welt am 25. Juli 2010
[16] Englisch: Political Correctness (PC)
[17] Simone de Beauvoir: „Das andere Geschlecht“, Rowohlt 1980, ISBN 3-499-16621-6 a) S. 265 b) S. 289 c) S. 482 d) S. 483 e) S. 508
[18] Alice Schwarzer, in: „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“, a) S. 72 b) S. 184 c) S. 151
[19] „Die klassische Mann-Frau-Konstellation impliziert die Überlegenheit des Mannes und die Unterlegenheit der Frau.“ (S. 38) Das Leben einer Frau in der Familie ist „beherrscht von dem Terror der Norm“. („Der kleine Unterschied“, S. 48)
[20] „Zum Mythos Sexualität gehört darum untrennbar der Mythos von Gewalt und Tod. Ein männlicher Mythos mit Tradition.“ (S. 58) „Das Machtgefälle zwischen den Geschlechtern basiert auf der Sexualgewalt: von der Definition des Begehrens über das Abtreibungsverbot und die Prostitution bis hin zur direkten Sexualgewalt. […] Es gibt Sexualgewalt von Männern gegen Frauen und Kindern, und sie hat epidemische Ausmaße.“ (S. 79) „Jede zweite Frau ist ein Opfer von Sexualgewalt. Und wer darüber streiten will, kann meinetwegen auch davon ausgehen, dass es „nur“ jede dritte ist. Entscheidend ist, dass die Sexualgewalt allgegenwärtig ist und alle Frauen jederzeit zum Opfer machen kann. […] Der Vergewaltiger Nr. 1 ist der eigene Mann. […] Je besser eine Frau einen Mann kennt, umso gefährlicher ist er.“ (S. 81) „Frauen sind das gefolterte Geschlecht.“ (S. 84), aus: „Der große Unterschied“
[21] Alice Schwarzer in dem Emma-Beitrag „Beyond Bitch“ (1994/2, S. 34f), nachdem Lorena Bobbitt ihrem schlafenden Mann John, der sie vergewaltigt hatte, den Penis abgetrennt hatte.
[22] Arne Hoffmann: Geschlechterdebatte: „Was vom Manne übrig blieb“, ef-magazin am 16. Juni 2008
[23] Alice Schwarzer: »Die heile Familie war immer nur Kitsch und Selbstbetrug«, Blick.ch am 30. September 2007
[24] Fehlende Quelle
[25] Alexander Ulfig: „Feminismus und Ideologie“, Brainlogs am 6. Mai 2009
[26] Waris Dirie: „Wüstenblume“, Knaur 1998, ISBN 3-426-61948-2, S. 47
[27] Väteraufbruch für Kinder Schwaben: „Vorsicht Ehe!“ HTML-Dokument PDF-Dokument, S. 10
[28] Feminismus heißt nicht, auf Männer einzudreschen. Doris Lessing: Männer wehrt Euch!, RP-Online am 14. August 2001
[29] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Materialien zur Gleich­stellungs­politik: „Kooperation zwischen feministischen Beratungs­stellen gegen sexuelle Gewalt und der Kriminalpolizei“, Nr. 101/2003
[30] Adolf Gallwitz (Polizeipsychologe)
[31] Alles-Schall-und-Rauch-Blog: Der Ursprung des Feminismus
[32] Emma Nr. 2/1994, S. 34f; Wikiquote: Alice Schwarzer
[33] Alice Schwarzer: „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“, S. 192f.; siehe auch Wikipedia: David Reimer
[34] 1996: Bundesverdienstkreuz am Bande, 2005: Bundesverdienstkreuz Erster Klasse
[35] Feministischer Gewaltbegriff
[36] Warren Farrell: „Mythos Männermacht“, ISBN 3-86150-108-2 a) S. 188ff. b) S. 164-167 c) S. 159-163 d) S. 158
[37] Ute Ehrhardt: „Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin. Warum Bravsein uns nicht weiterbringt.“, 2002, ISBN 3-596-14751-4