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Die Familie und ihre Zerstörer

Was schief läuft und was anders werden muss – Eine überfällige Debatte

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4.6. Die sprachliche Zerstörung der Familie

Neben der Verrechtlichung der Familien und finanziellen Austrocknung der Familien findet auch eine sprachliche Vernichtung der Familie statt. Das geschieht einerseits über Relativierung, andererseits über Verunklarung.

Politiker sprechen ausweichend von „Familie ist da, wo Kinder sind“, als wenn Familie nicht auch aus Onkeln, Tanten, Neffen, Cousinen und Schwagern besteht. Das Sozialrecht spricht von „Bedarfs­gemein­schaft“, wenn Familie gemeint ist. Das Leben der Mutter mit einem Lebens­abschnitts­partner wird euphemistisch „Patchwork-Familie“ genannt, als wäre es ein Kunstwerk. Lebt die Mutter hingegen mit lesbischen Partnerin zusammen, dann nennt man das genauso euphemistisch „Regen­bogen­familie“.

Gefragt, was er in einem Staate ändern wolle, wenn er regieren könne, antwortete der Konfuzius:

„Ich werde darauf achten, dass die Bezeichnungen richtig sind. Denn wenn die Bezeichnungen nicht richtig sind, stimmen die Worte nicht mit der Wirklichkeit überein. Wenn die Worte nicht mit der Wirklichkeit über­ein­stimmen, bringt man die Regierungs­geschäfte nicht zustande. Wenn man die Regierungs­geschäfte nicht zustande bringt, leiden Sittlichkeit und Harmonie. Wenn Sittlichkeit und Harmonie leiden, werden die Strafen nicht richtig verhängt.
Wenn die Strafen nicht richtig verhängt werden, weiß das Volk nicht, was es mit Händen und Füßen tun soll. Darum hält der gebildete Mensch es für das wichtigste, dass die Bezeichnungen stimmen und dass seine Worte richtig in die Tat umgesetzt werden. In den Worten und Bezeichnungen darf es keine Unordnung geben.“
[1]

Die Politik heute scheint andere Prioritäten zu setzen. Sie täuscht die Bürger durch Leerbegriffe und Sprechblasen. Der Kabarettist Georg Schramm hat dafür aus­drucks­starke Worte gefunden:

„Wir stehen am Grab des Wortes. Es ist nicht vom Zensor erwürgt worden. Es ist als leere Worthülse im Brackwasser der Beliebigkeit ertrunken.“ [2]

Der Schriftsteller Bernhard Lassahn urteilt über den Sprachfeminismus:

„Der Sprachfeminismus ist sexistisch, er ist destruktiv und stellt einen mutwilligen Ausstieg aus einem notwendigen kulturellen Konsens dar. Er führt zu einer Innenwelt­verschmutzung. Er ist hässlich und aggressiv, er manipuliert und korrumpiert, und hat die ihm innewohnende Tendenz, immer mehr ins Totalitäre abzugleiten. Er zieht einen Rattenschwanz von verlogenen Recht­fertigungs­versuchen nach sich und verpflichtet die Sprecher zu intellektueller Unredlichkeit, gedanklicher Unklarheit und zu einem Bekenntnis zu einem Weltbild, bei dem Geschlechter als getrennt voneinander gesehen werden und das Männliche dämonisiert wird. Der Sprachfeminismus offenbart ein zweidimensionales Weltbild, als wäre die Welt doch eine Scheibe. Im tiefsten Kern ist er von Misandrie geprägt – was den meisten vermutlich nicht bewusst ist. Die Risiken und Nebenwirkungen sind so groß, dass davon abzuraten ist.“ [3]

„Der Sprachfeminismus ist die Sprache der ‚Gutmenschen‘, die sich politisch korrekt dünken und nicht merken, dass sie damit das Feld für Extremisten bereiten, dass sie geistige Mittäter sind und mehr und mehr vom Geist der Misandrie vergiftet werden.“ [3]



[1] Konfuzius: „Über Sprache und Ordnung“; zitiert von Peter Thiel, in: Sprache
[2] „Georg Schramm und leere Worte“, YouTube Min. 1:07-1:22 MP3-Dokument
[3] Bernhard Lassahn: „Sprachfeminismus“, 1. Internationalen Antifeminismus-Treffen am 30. Oktober 2010 in der Schweiz, a) S. 1 b) S. 10 PDF-Dokument