Informationsstelle
für verheiratete
Männer und Frauen

Die Familie und ihre Zerstörer

Was schief läuft und was anders werden muss – Eine überfällige Debatte

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3.4.1.4. Die Kirchenbasis

Während der Papst und die christliche Theologie an Ehe und Familie festhalten[1], ist die Kirchen­basis längst vom Feminismus unterwandert. Während die Männer wie alters her damit beschäftigt sind, den Lebens­unterhalt für ihre Familien zu verdienen, haben Frauen heute mehr Zeit als je zuvor, sich mit „Religion“, „Esoterik“, „Feminismus“ und anderem „Gedöns“ zu beschäftigen. Ob die Christinnen wissen, dass Feminismus eine säkulare Ersatz­religion ist, darf bezweifelt werden. Eine Feministische Theologie hat feministisches Gedankengut in den Kirchen hoffähig gemacht.


Der Prozess ist für sich genommen fast zwangsläufig, denn einerseits sind Frauen – egal wo sie sind – die Zielgruppe des Feminismus, andererseits sind die bedeutendsten Helfer­organisationen Caritas (kath.) und Diakonisches Werk (ev.) kirchlich orientiert. Da sich der Feminismus in der Helfer­industrie besonders heftig austobt und dort nach christlicher Tradition besonders viele Frauen tätig sind, ist naheliegend, dass er von dort in die Kirchen hineingetragen wird.

Der Exfrau eines Autors ist es jedenfalls gelungen, in drei verschiedenen Kirchengemeinden jeweils einen HelferInnen- und Unterstützer­kreis zu organisieren. Wer also meint, in Kirchen­gemeinden einen Hort zum Schutze der Familie vorzufinden, wird bitterlich enttäuscht werden.

Zum Problemfeld gehören auch die väterlichen Typen, die jegliche Kritik abglitschen lassen, indem sie Anders­denkende zum Seelsorgefall erklären, anstatt sich mit ihren Argumenten zu beschäftigen.[2]

Die Evangelische Fachstelle Allein­erziehende im ev.-luth. Dekanatsbezirk Nürnberg bietet ein interessantes Frauenprogramm für alle interessierten Frauen. Die Programm­schwer­punkte sind: Juristische Information für Trennungs­absichten, Familien­mediation, Frauen­geschichte, Meditativer Kreistanz, Entspannung.[3] „Juristische Information für Trennungs­absichten“ also, damit wären wir wieder beim Kapitel Scheidung angelangt, dazu „Meditativer Kreistanz“ und „Frauengeschichten“, sehr apart. Willkommen im feministischen Lebensgefühl innerhalb des kirchlichen Milieus.

Hin und wieder gibt es aber auch Gegenstimmen:

„Gottesebenbildlichkeit vollzieht sich gerade auch in der Gemeinschaft von Mann und Frau. Wer diese Gemeinschaft zerstört, beschädigt die Schöpfungsordnung.“
„Der Ungeist des Gender Mainstreaming ist ein Angriff auf die gute Schöpfungs­ordnung der konstruktiven Verschiedenheit der Geschlechter.“
„Wer das Geschwätz nachplappert, jeder dritte Ehemann sei ein Schläger und Vergewaltiger, versündigt sich an Millionen friedlicher und fürsorglicher Ehemänner. So wird ein General­verdacht geschaffen, der gegen das achte Gebot verstößt.“ [4]



[1] Das Apostolische Schreiben „Familiaris Consortio“ von Papst Johannes Paul II. vom 22. November 1981
[2] Als Beispiel: Die Initiatoren der „59 Thesen“ haben eine Mail von einem Pfarrer bekommen, der, neben berechtigten Kritikpunkten, auch vermisste, dass sie ihre „Verletzungen benennen“.
[3] Evangelische Fachstelle Allein­erziehende, Frauen in Nürnberg – von A bis Z
[4] „59 Thesen zu Kirche, Staat und Feminismus heute“ PDF-Dokument