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Die Familie und ihre Zerstörer

Was schief läuft und was anders werden muss – Eine überfällige Debatte

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3.4.3. Die Wissenschaften

Der phänomenale Ruf der Wissenschaften gründet auf den Erfolgen der Natur­wissen­schaftler seit Isaac Newton. Dieser droht durch die rasante technische Entwicklung und explosions­artige Zunahme des Wissens allerdings selbst zu einem Problem zu werden: Jedes wissen­schaftliche Buch ist quasi mit seinem Erscheinen bereits überholt.

Es ist eine oft zitierte Tatsache, dass wissen­schaftliche Entwicklungen weit häufiger von den Welt­an­schauungen und persönlichen Vorlieben der Wissenschaftler abhängen, als dies der Anspruch der Exaktheit, den Akademiker oft für sich beanspruchen, zulassen sollte.

Die Wissenschaften drohen vom Zeitgeist vereinnahmt zu werden: Wissenschaft ist, heute zu sagen, Cola sei schädlich, und morgen, sie sei gesund. Die Heerscharen von Wissenschaftlern wollen ja auch beschäftigt werden, bzw. ihre Forschungs­vorhaben finanziert haben. Damit verlieren sie die Un­ab­hängig­keit, die sie auszeichnete, und geraten in Ab­hängig­keit eines Lobby­ismus, was ihrer Objektivität abträglich ist.

Zu Newtons Zeiten standen die Wissenschaften für Aufklärung und kritischer Distanz zur Kirche, die damals führend in der Meinungs­bildung war. Heute drohen die Wissenschaften wieder von den meinungs­bildenden Kräften vereinnahmt zu werden, denn es ist üblich geworden, mit Auftrags­wissenschaftler den eigenen wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Interessen eine wissen­schaftliche Legitimation zu geben.[1]

Es gibt heute keine Politiker mehr, die ihre politische Agenda vorstellen ohne sie mit dem Zitieren irgendwelcher Studien zu untermauern. Die Wissenschaften drohen also, zum Büttel irgendwelcher Interessen­gruppen zu werden.

zurück3.4.3.1. Die Theologie

Schon bei Aristoteles war die Philosophie als „erste Wissenschaft“. Eine frühe dokumentierte Form eines organisierten wissen­schaft­lichen Lehrbetriebs findet sich im antiken Griechenland mit der Platonischen Akademie, die (mit Unterbrechungen) bis in die Spätantike Bestand hatte. Im 5. Jahrhundert entstehen in Europa die ersten Kloster­schulen, die zunächst nur die Bildung von Kloster­geistlichen zum Ziel hatten, später aber auch für Laien erweitert wurden. Der Unterricht umfasste die sieben Freien Künste sowie als theologische Lehrkursus das Bibel­studium und die Erlernung kirchlicher Ordnungen und Regeln. Die sieben freien Künste umfassten das Trivium (Grammatik, Rhetorik und Dialektik) und das Quadrivium (Musik, Arithmetik, Geometrie und Astronomie). Sie bildeten den Lehrstoff für die später entstehenden Bildungs­stätten und waren somit eine Vorstufe zur mittel­alterlichen Universität. Die ersten Universitäten schlossen sich im 8. und 9. Jahrhundert an die alten Kloster- und Domschulen an. Die Spitzen­bildung ging ab dem 13. Jahrhundert an die Universitäten über. Die Entstehung der Natur­wissen­schaften stellt einen Emanzipierungs­prozess vom Bildungs­monopol der Kirche dar, für die die Theologie die „erste Wissenschaft“ war.[2]

zurück3.4.3.2. Die Naturwissenschaften

Auf den Erfolgen der Natur­wissen­schaftler seit Isaac Newton beruht der phänomenale Ruf der Wissenschaften. In der Folge haben die Wissen­schaftler in Bezug auf Vertrauen und Glaub­würdigkeit die Theologen abgelöst. Newton wurde noch als Philosoph bezeichnet, weil seine Zeit zwischen natürlicher Theologie, Natur­wissen­schaften und Philosophie noch nicht scharf getrennte. Die Erfolge der Natur­wissen­schaften sind unbestreitbar, hier geht es im Folgenden aber darum, wie mit diesem Vertrauen aber in zunehmendem Maße Schindluder getrieben wird. Die Kombination von Weißkittel und (pseudo)wissen­schaft­lichem Getue verfehlt seine Wirkung auf Menschen nicht, was nicht erst seit dem Milgram-Experiment bekannt ist.[3]

zurück3.4.3.3. Die Rechtswissenschaft

Die Frage, was Recht ist, wurde über die Jahrhunderte immer wieder unterschiedlich beantwortet. Anfangs wurde Recht gleichgesetzt mit den herrschenden Moral­vorstellungen (vgl. auch Naturrecht). Später dominierte die Vorstellung, als Recht könne nur eine Regel verstanden werden, die von einer Körper­schaft oder Person (i. d. R. dem „Herrscher“) erlassen wurde, die auch die Autorität zu ihrem Erlass und zur Durchsetzung hatte (Rechts­positivismus). Die historische Rechts­schule betonte demgegenüber zu Anfang des 19. Jahrhunderts wieder die gesell­schaft­liche und geschichtliche Verankerung des Rechts. Aus diesen und anderen Vorstellungen haben sich die heute üblichen Rechtssysteme entwickelt.

Das kodifizierte Recht hat sich im Wesentlichen aus dem römischen Recht entwickelt. So war es Kaiser Justinian, der als erster das römische Recht im Corpus Iuris Civilis zusammen­stellte und damit zugleich im gesamten römischen Reich vereinheitlichte. Im französisch­sprachigen Raum, den ehemaligen französischen Kolonien und weiteren Ländern verbreitet ist die von Napoleon überarbeitete, und im Code Civil neu kodifizierte, Version. Daneben steht die deutsche Rechts­tradition, die auf dem Boden des gemeinen Rechts in der Kodifikation des Bürgerlichen Gesetzbuchs Ausdruck gefunden hat und ebenfalls über Deutschland hinaus ausstrahlt.

Im Gegensatz dazu steht die Entwicklung der englischen Rechts­tradition des Common Law. Das Recht ist hier im Grundsatz nicht kodifiziert, sondern wird von der Recht­sprechung auf Grund von Präjudizien weiterentwickelt. Dieses Rechtssystem wurde auch in den USA und anderen ehemaligen britischen Kolonien übernommen und weiterentwickelt.[4]

Hexenprozesse, Exesse der frühen Juristen

Eine besondere Rolle spielten die Hexen­ver­folgungen in Europa und der Hexen­hammer. Den Prozessen im Heiligen Römischen Reich lag die peinliche Hals­gerichts­ordnung Karls V. zugrunde. Gegenüber der mittel­alterlichen Rechtspraxis bedeutete dies einen Fortschritt, da die Anwendung der Folter streng reglementiert war und auf Gottesurteile verzichtet wurde. Der Beweis der Schuld galt nur bei einem Geständnis des Angeklagten als geführt, welches ohne Folter wiederholt werden musste.[5] Mittel­alterliches Recht war mündlich überliefertes Gewohn­heits­recht. Alter, Bewährung und Verständlichkeit kennzeichneten es. Systematische Geschlossen­heit, begriffliche Klarheit und logische Stringenz waren nicht vorhanden. Noch im 13. Jahrhundert wurde die Recht­sprechung durch Laien gepflegt. Territorien, Städte und Dörfer hatten verschiedene Gerichte und Instanzen. Zudem gab es Unterschiede bezüglich der Stände. Eike von Repgow zeichnete das überlieferte Recht und das Gewohn­heits­recht in deutscher Sprache auf und schuf mit dem Sachsen­spiegel das bedeutendste Rechtsbuch des Mittel­alters. Vorher waren Rechts­kenntnisse allgemein verbreitet, aber nicht aufgezeichnet. Zwar war der Sachsen­spiegel kein Gesetz. Sein Autor hatte mit der schriftlichen Fixierung bestehenden Gewohnheits­rechts nicht die Absicht neues Recht zu schaffen, aber gerade aus dem Traditionalismus des Spiegelns von überliefertem Recht und Gewohn­heits­recht erlangte das Rechtsbuch eine Autorität, das dem eines offiziellen Gesetzbuchs nahe kam.[6] Mit dieser schriftlichen Fixierung war der Grundstein gelegt für eine Weiter­entwicklung des Rechts an den Universitäten, die 1532 in die Constitutio Criminalis Carolina mündete. Anklage, Inhaftierung, Verhör und Beweisführung wurden entwickelt.[7] Die Hexen­verfolgungen waren nicht nur getrieben durch Aberglaube, Habgier, Neid, Missgunst und religiös motivierter Wahn, sondern in erheblichem Maße auch durch die neu ausgebildeten Juristen, die Betätigungsfelder suchten. Insofern unterscheiden sich die Juristen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit nicht wesentlich von ihren Berufs­kollegen der Gegenwart. Ohne die peniblen Juristen und Bürokraten wäre die Hexen­verfolgung nicht über unorganisierte und spontane Lynchjustiz hinausgekommen.

Ohne Juristen, Frauenhaus und HelferInnen­industrie würden wohl auch die meisten Familien­aus­einander­setzungen nicht über einen Zickenkrieg hinauskommen. Zu Unrecht wird hinter dem Hexenwahn religiöser Eifer oder Fanatismus vermutet. Triebfeder war vielmehr der Aberglaube des Volkes, der durch Juristen und Bürokraten mit kafkaesker Präzision in den Ver­folgungs­wahn kanalisiert und verdichtet wurde. Heute ist es der Aberglaube an die Benachteiligung der Frau durch die Gesellschaft beziehungsweise an die Unterdrückung der Frau durch den Mann, der von Juristen und feministischen Gleich­stellungs­bürokraten in die Auflösung der bürgerlichen Ehe und Familien­zer­störung umgesetzt wird und in einem Genderwahn gipfelt.

Es gibt weitreichende Parallelen zwischen den Hexen­prozessen damals und Familien­verfahren in heutiger Zeit. Der wirtschaftliche Aspekt erweist sich hier wie da als ein konstitutives Element bei der Durchführung der Prozesse. Hexen­prozesse waren durchaus teuer, unter anderem, weil eine Vielzahl von Verfahrens­beteiligten zu bezahlen waren. Nicht selten ließ man einen Beschuldigten so lange leben, wie man sich an ihm finanziell schadlos halten konnte. Auch heute berichten Väter davon, dass sie mit Unterhalts­klagen, Umgangs­verfahren, Vergewaltigungs- und Miss­brauchs­prozessen überzogen werden, bis bei ihnen finanziell nichts mehr zu holen ist. Detlef Bräunig, Betreiber des Blogs Leutnant Dino, wird nur deshalb in Ruhe gelassen, weil bei ihm nichts zu holen ist. Auch früher endete mancherorts die Hexen­verfolgung infolge der finanziellen Erschöpfung der Dorf­gemein­schaften. Die mit den Hexen­prozessen beauftragten Ausschüsse wurden vornehmlich „als Instrument im inner­dörflichen Machtkampf“ benutzt. Sie übten vielerorts ein regelrechtes Terror­regime aus, während der größte Teil ihrer „Arbeit“ darin bestand, auf Kosten der Angeklagten Gelage in Wirtshäusern abzuhalten.[8] Heute werden Familien­verfahren zumeist „als Instrument im inner­familiären Machtkampf“ benutzt. Die afrikanische Asyl­betrügerin sollte es sich auf Detlef Bräunigs Kosten gutgehen lassen im Wohl­stands­land Germany. Aber auch Richter, Rechts­anwälte, Gutachter, Gerichts­boten und Notare wollen an der Familien­zerstörung mitverdienen. Das war im Mittelalter nicht anders:

„Private Klage­konsortien, als Formalkläger im Auftrag der Gemeinde, sammelten Ausschüsse und Monopole Belastungs­material gegen verdächtigte Personen, reichten die Klage­schriften bei den zuständigen Gerichten ein und dienten darüber hinaus auch als Gerichts­boten und Wach­personal. Ihr Einfluß auf den Gang der Verfahren war groß, jedoch war der Erfolg immer abhängig von der Bereitschaft der lokalen Obrigkeit, der Hoch­gerichts­herren und der jeweiligen Amtleute, den herrschaft­lichen Justizapparat in Gang zu setzen. Dabei bleibt oftmals im Dunkeln, ob sich Amtleute und Hoch­gerichts­herren den gemeindlichen Verfolgungs­wünschen gegenüber aus tatsächlicher Hexenangst, aus Herrschafts­schwäche oder aus reinem Opportunismus und Eigeninteresse so willfährig zeigten. Wie einige Beispiele beweisen, scheiterten private Klagekonsortien immer dann, wenn ihnen obrigkeitlicher Widerstand entgegengestellt wurde.“ [8]

Auch heute wäre die Familien­zerstörung nicht in dem Umfang möglich, wenn es staatlichen Widerstand gäbe, der sich auf die Schutzpflicht aus Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz beruft. Aber diesen Widerstand gibt es nicht, weil Jugendämter und Familien­gerichte feministisch unterwandert sind und der Staats­feminismus längst zur Staats­räson geworden ist. Die privaten Klage­konsortien mit ihrem Eigen­interesse machen klar, dass Begriffe wie „Hexen­ver­folgung von unten“ nicht undifferenziert verwendet werden sollten, da sich dahinter auch durchaus die Interessen einer bestimmten Schicht entdecken lassen können, deren Vertreter oft genug als Rädels­führer einer scheinbar spontanen Aktion agierten. „Hexen­ver­folgung von unten“ konnte zudem nie gelingen, wenn die Obrig­keit nicht mitzog.[9] Deshalb ist auch heute zu hinterfragen, wenn mit Platitüden „Niemand wird zur Scheidung gezwungen!“ den Betroffenen die individuelle Schuld für die Familien­zerstörung untergeschoben wird. Auch in der heutigen Zeit ist nach den Rädels­führern und Auf­wiegelrn zu fragen. Dabei war die Diffamierung von Ehe und Familie als „patriarchale Unter­drückungs­instrumente“ des Mannes zur Unterjochung der Frau, die zur Familien­rechts­reform von 1976 führte, nur der erste Schritt. Doch schon bald genügte das nicht mehr und die Kampfzone wurde erweitert.

Missbrauchsprozesse, Exesse der heutigen Juristen

Die Gepflogenheit, überall Kindes­missbrauch zu wittern, ihn mit großer Entschlossenheit aufzudecken und das Aufgedeckte strafrechtlich zu verfolgen, wurde in den achtziger Jahren in den Vereinigten Staaten zu einer regelrechten Zwangs­vorstellung und schwappte bald nach Europa herüber. In Großbritannien kam es 1987 unter anderem zum so genannten Cleveland-Fall, bei dem eine Kinder­ärztin durch Anal­unter­suchungen bei Kindern binnen kürzester Zeit 121 vermeintliche Miss­brauchs­fälle aufdeckte. Vermeintlich geschädigte Kinder wurden von ihren Eltern getrennt und ihnen weggenommen.

Die wahnhafte Fixierung auf den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen erfasste in den neunziger Jahren die gesamte Gesellschaft auch in Deutschland, hielt Einzug in Familien, spielte bei Scheidungs­verfahren eine immer größere Rolle und fand ihren Weg zu Kinder­ärzten, in Schulen, in die Jugendämter, in die psychiatrischen Stationen, die Unter­suchungs­zimmer der Gerichts­psychologen und die Büros sonst so sachlicher Staats­anwälte und Richter. Was als erhöhte Aufmerksamkeit grundsätzlich umsichtig handelnder Ärzte und Behörden begrüßenswert gewesen wäre, wuchs sich rasch zu einer irrealen Konfusion aus, die auch jene Instanzen erfasste, deren vernunft­gesteuertes Verhalten die Rechts­sicherheit garantiert. Deshalb geht die Bedeutung des Falles Amelie weit hinaus über die tragische Biographie eines einzelnen Mädchens und seiner beiden Opfer.

„Es ist wissen­schaftlich nachgewiesen, dass diese Vor­gehens­weise bei Kindern massiv suggestive Wirkung hat und zur Entstehung von Pseudo­erinnerungen führen kann.“ Das schreibt der Berliner Psychologie­professor Max Steller, der selbst als Gutachter in den Wormser Prozessen zur Aufklärung der kollektiven Verwirrung beigetragen hat, in einem Aufsatz unter dem englischen Titel A doctor starts a bitter battle. Dort heißt es weiter: „Am Beginn der Suggestion besteht wahrscheinlich eine Verunsicherung der Kinder, zu deren Bewältigung die eigenen Erinnerungen zunehmend durch die suggerierten ersetzt werden. Diese Verunsicherung ist natürlich besonders ausgeprägt, wenn das entsprechende Kind ohnehin emotionale Probleme hat, was ohne Zweifel gegeben ist, wenn es von seinen Eltern getrennt und fremd untergebracht wurde.“

Der Druck, der auf den Kindern laste, fährt Steller fort, führe zu den unglaublichsten, fantastischsten und absurdesten Schilderungen sexueller Übergriffe. Doch kein Ermittler habe sich damals von der Abstrusität der kindlichen Behauptungen beeindrucken oder ins Grübeln bringen lassen: „Weder die professionelle Aufdeckerin oder der primäre Glaub­würdigkeits­gutachter noch die Staats­anwalt­schaft Mainz wurden durch solche Schilderungen unsicher. Vielmehr lieferten sie pseudo­psycho­logische Erklärungen für die irrealen Darstellungen der Kinder.“

Feministische Beratungs­stellen für sexuell missbrauchte Kinder und Frauen schießen Anfang der neunziger Jahre aus dem Boden. Sie tragen bedeutungs­schwangere Namen: Zartbitter, Wildwasser, Allerleirauh, Hautnah, Zerrspiegel, Schattenriss, Alraune, Belladonna, Kobra oder Trotz allem. Psycho­loginnen arbeiten mit fragwürdigen „anatomisch korrekten Puppen“, an deren ausgeprägten Geschlechts­teilen Kinder das Unaussprechliche bedeuten sollen. Mitarbeiterinnen aus Jugendämtern, aus Psychiatrie- und Sozial­stationen bilden sich bei so genannten Aufdeckerinnen fort, um den Familien ihr vermutetes Geheimnis zu entreißen, wenn nötig mit Hilfe der Justiz.[10][11]

Juristen als Totengräber der Familie

Das Hexenbild des späten Mittelalters sowie das der frühen Neuzeit war eine Konstruktion von Intellektuellen, die volkstümliche Zauberei­traditionen und -merkmale mit der Lehre vom Teufelspakt verband und zusammen mit den Straftat­beständen der Apostasie und der Häresie als „Super­verbrechen“ verfolgte.[12] Hexenprozesse waren keine notwendige Folge eines magischen Weltbildes, erst als einzelne Aspekte des Magieglaubens in das Strafrecht der früh­modernen Staaten übertragen wurden, kam es zur massenhaften Verfolgung.[13]

Das Männerbild des feministischen Zeitalters ist ebenfalls eine Konstruktion, welche mit der Lehre vom Mann als Unterdrücker der Frau, Vergewaltiger, Kinder­schänder und Gewalt­täter zu einem „Super­verbrecher“ aufbaut, den es nach Partei­strategie der SPD zu überwinden gilt. Durch die Übertragung einzelner Aspekte des Matriarchats­glaubens[14] in das Strafrecht westlicher Staaten kommt es zur Kriminalisierung und Rechtlos­stellung des Mannes. Wie in der Zeit der Hexen­ver­folgung spielen Juristen wieder eine heraus­ragende Rolle in Gesetz­gebung und Justiz.

Haben sich die Juristen bei den Hexen­ver­folgungen mit dem Klerus verbündet, so tun sie in der Gegenwart vergleichbares zusammen mit Feministinnen und selbst ernannten Kinder­schützern. Somit gehören Juristen zu den übelsten Totengräber der Familie, weil sie die Autonomie und Handlungs­fähig­keit der Familie zerstören, indem sie sie öffentlichem Recht, d. h. staatlicher Justiz, unterwerfen, siehe auch Verrechtlichung der Familie.

zurück3.4.3.4. Die Wirtschaftswissenschaft

In der Wirtschafts­wissenschaft wird auch mehr geglaubt als gewusst, wie die Finanzkrise von 2008 offenlegte. Der Rat der Wirtschafts­weisen ist nichts anderes als eine säkular verbrämte Aufführung des Orakels von Delphi.

zurück3.4.3.5. Die Sozialwissenschaften

Der Verfolgungswahn macht allerdings nicht bei Kindern halt, besonders Frauen wurden falsche Erinnerungen induziert, mit fragwürdigen Psycho­praktiken werden ihnen Vergewaltigungen im Kindesalter eingeredet[15], was natürlich wiederum zu Anklagen und Verurteilungen seitens der Juristen führte.

Gerade Sozial­wissen­schaftlern wird nachgesagt, dass sie immer gerade die Ostereier finden, die sie selbst versteckt haben. Heute wird mit einer „Studie“ gewunken, wie weiland der Prediger mit der Bibel auf seiner Kanzel, um damit die Richtigkeit seiner Exegese zu suggerieren. So wird heute Politik gemacht. Wer seine politische Agenda platzieren will, der gibt zuvor entsprechende Studien in Auftrag. Wer Männer als (Gewalt)Täter diffamieren möchte und Frauen besonderen Schutz und Förderung des Staates angedeihen lassen will, der gebe nur genügend Studien in Auftrag zum Thema „Häusliche Gewalt, begangen von Männern an Frauen und Kindern“ in Auftrag und schon ist die öffentliche Finanzierung von Frauen­häusern gesichert[16] und die Familie als ein für Frauen und Kinder gefährlicher Ort diskreditiert.[17] Studien in Auftrag der Atomlobby und Atomgegner laufen nach demselben Muster ab. Was die Beteiligten dabei nicht zu geben können und vielleicht auch gar nicht sehen, ist, dass sie damit die Wissenschaft auf die Ebene der Theologie wieder zurückführen. Politiker glauben dem Bekenntnis (= Studie), das sie selbst in Auftrag gegeben haben und die Bürger haben das nachzubeten.

Geistes- und Sozial­wissen­schaftler stehen immer vor dem Dilemma, was sie mit ihrer Ausbildung sinnvolles anfangen können, und so verfolgen nicht wenige das Ziel anderen zu imponieren, sich als besonders klug, intellektuell und wissen­schaftlich zu zeigen. Das ist für sie wichtig, denn damit rechtfertigen sie die Existenz ihres gut und meist vom Staat bezahlten Berufsstandes.[18]

zurück3.4.3.6. Die Gender Studies

Gender Studies ist eine interdisziplinäre kultur­wissen­schaftliche Forschungs­richtung, die heutzutage die Königs­disziplin darstellt wie ehedem die Theologie. Sie ist ein Parade­beispiel dafür, wie eine Ideologie zur Wissenschaft erhoben wird. Ähnlich dem Wissen­schaft­lichen Sozialismus (Kommunismus) dient die Gender Studies (Genderismus) nicht der Erforschung der Realität, sondern es werden die Realitäten an die Erfordernisse der Gender-Ideologie angepasst. Abweichungen der Realität von diesem Wunschbild werden mit einer fortdauernden Unterdrückung von Frauen und Homosexuellen durch das „hetero­normative Patriarchat“ interpretiert.

Die Gender Studies entwickelten sich aus den Women’s Studies, die in den 1970er Jahren an einigen US-amerikanischen Universitäten entstanden. Die synonyme Verwendung der Bezeichnungen zeigt, dass es sich bei Gender Studies um Frauen­forschung handelt, ergänzt durch Elemente der Queer Studies.[19] Die vom Ministerium für alle außer Männer gegebenen Projekte zu Gender Mainstreaming bestätigen diesen Befund.

Inzwischen gibt es rund 100 Lehrstühle für Gender Studies in deutschen Universitäten. Dazu werden andere Studiengänge mit Gender-Inhalten „angereichert“ in Vorlesungen, Kursen und Seminaren. Krakenartig durchwirkt Gender-Ideologie alle Wissen­schafts­bereiche wie einst die Theologie. Je mehr Forschung und Lehre unter die Deutungs­hoheit von Feminismus und Genderismus geraten, desto schlechter ist es um die Freiheit von Forschung und Lehre bestellt. Die Universitäten, und damit unsere Eliten, drohen auf einen Stand vor der Aufklärung zurück­zufallen.

Eine Kulturwissenschaftlerin beschreibt die Situation so:

„Ich erlebe seit zwanzig Jahren die Herrschaft der absurdesten Theorien, von denen bei Strafe des Verlusts akademischer Reputation praktisch nicht abgewichen werden kann. Von Denk- und Redefreiheit ist, was Geschlechter­differenz betrifft, keine Rede. Zur Zeit herrscht an den Universitäten seit längerem schon der Butlerismus als allein akzeptierte Doktrin in Sachen "gender", eine Theorie, die von der vollständigen (!) Konstruiertheit von Geschlecht ausgeht. Dass das offenkundig absurd ist, weil es eben auch biologische Grundlagen gibt, spielt keinerlei Rolle. Es spielt auch keinerlei Rolle, dass diese Theorie auf die spezifische Weltsicht ihrer lesbischen Urheberin zugeschnitten ist, die ihr zwar herzlich gegönnt sei, aber mit der Realität des hetero­sexuellen "Rests" (vermutlich ca. 90 % der Bevölkerung) nicht das Geringste zu tun hat. Das terroristische und in seinen Konsequenzen menschen­verachtende Gender Mainstreaming ist aber auch Ergebnis einer übergreifenden gesell­schaft­lichen Haltung (etabliert im Gefolge von 68), die in meint, in jedem Falle die Interessen von Minderheiten über die der Mehrheit stellen zu sollen. Gender Mainstreaming ist ein trauriges Beispiel für diese Tendenz zum Minder­heiten­terror.“ [20]

Der Diplom-Informatiker Hadmut Danisch schreibt:

„Genderisten rekrutieren sich fast ausschließlich aus Soziologen, Philosophen, Literatur­wissen­schaftlern. (…) Genderisten treiben sich ständig in Fächern herum, von denen sie eigentlich keine Ahnung haben, stellen hanebüchene Behauptungen auf, demonstrieren groteske Inkompetenz, und maßen sich noch an, Fachleuten sagen zu wollen, wie sie das Fach ändern müssten. Der Dunning-Kruger-Effekt in Reinkultur. Bei Lichte betrachtet ist Gender nur die Übertragung typisch feministischer Pöbelei in den Wissen­schafts­bereich, der Versuch sich überall einzumischen und allen Vorschriften machen zu wollen.“ [21]

Es geht darum, systematisch „feministische Titelmühlen“ und „genderistische Karriere­aufzüge“ zu bauen.[21] Um dies nicht zugefährden, hat Verfassungs­richterin Susanne Baer die Annahme einer Verfassungs­beschwerde abgelehnt, wo es um die Bewertung von Promotionen, um Prüfungs­recht und um Leistungs­anforderungen, die an neutralen Bewertungs­maßstäben zu messen sind.[21] Eine erfolgreiche Verfassungs­beschwerde hätte entweder die Landes­regierungen dazu verpflichtet, im Rahmen einer gesetzlichen Normierung festzulegen, was die Promotions­anforderungen sind, oder das Verfassungs­gericht hätte das gleich selbst tun müssen. Es den Landes­regierungen zu überlassen, konnte die Feministin Baer nicht riskieren, weil die mit Sicherheit das Ende feministischer Titelmühlen und Gleich­stellungs­programmen bedeutet hätte. Wenn sie es aber selbst hätte festlegen wollen, hätte sie Farbe bekennen müssen, was sie eigentlich will: Gleiche Anforderungen für alle oder Gratis-Promotionen und Gratis-Professuren für Frauen. Aus ihrem bisherigen Werdegang ist klar, dass Susanne Baer gerade diese Null-Anforderungen für Frauen will: Keine Qualität, keine Wissenschaft, nichts lernen müssen, keine Anforderungen, keine Nutzenanalyse, sondern pauschal alles als gleich gut zu bewerten, egal was es ist. Das ist ihr erklärtes Ziel.[21] Hadmut Danisch beschreibt unter „Frauenquote in der Informatik“ anschaulich, was das in der Praxis bedeutet. So stellt er beispielsweise eine Doktorantin vor, die in IT-Sicherheit promovierte und erst versuchte, sich bei (männlichen) Kollegen ihre Inhalte zusammen­zuschnorren und der man dann bei der Vorstellung der Dissertation anmerkte, dass sie nicht ansatzweise das Problem verstanden hatte, das sie gelöst haben wollte. Sie dachte, Kryptografie ist, wenn sich zwei abwechselnd nette Botschaften schicken, dabei lieb zueinander sind und sich so an die Regeln halten, dass man eigentlich gar kein Sicherheits­protokoll braucht. Als sei das eine Art Gesell­schafts­tanz. Auf die Idee, dass es sich in der IT-Sicherheit darum geht, irgendwelche Angriffe abzuwehren, war sie gar erst nicht gekommen. Trotzdem wurde ihre „Promotion“ mit Auszeichnung bewertet und sie ging damit – über gute Beziehungen des Instituts – an das IBM T. J. Watson Research Center und entwickelte die Sicher­heits­funktionen für Unternehmens­anwendungen von IBM. Und da wundert man sich noch, warum Unternehmen im „Cyber War“ ihre Firmen­netzwerke nicht gegen Spionage und Malware dicht bekommen.[21]

So zeigt sich, wie unter der so genannten Gleich­stellungs­politik an Männern und Frauen unterschiedliche Anforderungen gestellt werden. Männer müssen Hürden nehmen, entweder durch echte Leistung oder durch Betrug. Frauen müssen nicht betrügen, weil es für sie gar keine Hürde gibt, die sie überwinden müssten.[21] Und dass das so bleibt, dafür sorgen die Frauen­beauftragten an den Universitäten und Susanne Baer am Bundes­verfassungs­gericht.

zurück3.4.3.7. Die Kunst/Kunsthistoriker/Kunstkritiker

Es gibt nicht nur unter den Geistes- und Sozial­wissen­schaft­lern Wichtigtuer. In „Picassos süße Rache“ rechnet Ephraim Kishon wie schon in dem Vorgängerwerk „Picasso war kein Scharlatan“ mit der modernen Kunst ab. Werke von Joseph Beuys und Konsorten werden denen von Rembrand und Michelangelo gegenübergestellt, wobei der Vergleich wohl nicht zu Gunsten ersterer ausfällt. Das Buch ist gespickt mit Kritiker­kommentaren über bestimmte Werke, welche man selbst betrachten kann, wodurch die Peinlichkeit der Kommentare sowie der Bilder voll zu Geltung kommt. Dadurch wird die Scharlertanerie dessen demaskiert, was Kishon als Kunstmafia bezeichnet.

„(…) Nach so vielen sarkastischen Seiten, kommt meine Behauptung vermutlich überraschend, daß ich eigentlich gar nichts gegen moderne Kunst habe. Ich plädiere nur dafür, die Schmier- und Schrott-Produktionen neu zu definieren. Wenn die geschätzten Handwerker dieser Branche zugäben, lediglich recht nette Muster für Tapeten, Vorhänge und Krawatten zu entwerfen, oder die Müllhaufen als Witz gemeint wären, dann könnten sie von mir aus ruhig so weitermachen. Leider gibt es aber einen Berufsstand, der dann seine Existenz­berechtigung verlieren würde.
Ich spreche natürlich von den Päpsten der modernen Kunst, den ehrenwerten Kritikern, die alles tun, damit die Sache nicht auffliegt. Keiner der Päpste würde jemals zugeben, daß seine Religion ein Irrglaube ist. So behaupten auch die Jungs der Moderne nach dem Beuys’schen Dogma steif und fest, daß alles und jedes auf der Welt Kunst sei. Außer dieses Buch, natürlich. Von mir aus kann also jeder schmieren und basteln, was er will, wenn nur der Bürgermeister dafür nicht in mein Portemonnaie greifen muß.“
[22]

zurück3.4.3.8. Die Zukunft der Wissenschaften

Die Wissenschaften werden hier bei den Familien­zerstörern aufgeführt, weil in den Universitäten die Gender-Ideologie als Wissenschaft verkauft wird und langsam, aber sicher alle Fachbereiche unterwandert (d. h. alle Studien­gänge werden mit Gender-Inhalten angereichert). Es geht selbst­ver­ständ­lich nicht darum, verdiente Leistungen der Natur­wissenschaften zu diskreditieren. Die Wissenschaften werden so als Trojanisches Pferd missbraucht, um die Familie zu zerstören. Der Rechts­positivismus, den wir der Rechts­wissenschaft verdanken, sorgt für die nötige Betriebs­blindheit der Justiz, denn die schaut nur auf gesetztes Recht, auch wenn es familien­feindlich ist und schaut nicht auf die Lebens­wirklichkeit der Familien, die sie eigentlich vor sich selbst (der Justiz) schützen müsste.

Erfolg der Wissenschaften und rasante technische Entwicklung

Der Erfolg der Wissenschaften droht durch die rasante technische Entwicklung und explosions­artige Zunahme des Wissens selbst zu einem Problem zu werden: Jedes wissen­schaftliche Buch ist quasi mit seinem Erscheinen bereits überholt.

Masse statt Klasse

Auch die Heerscharen von Wissenschaftlern sind nicht nur ein Segen, weil viele zweit- und dritt­klassige Wissenschaftler unter ihnen mit zweifelhaften Arbeiten, Studien und Ergebnissen das Wirken der exzellenten Wissenschaftler quasi unterlaufen können.

Die Berufung auf eine Professur ist eine Anerkennung der wissen­schaft­lichen Leistung. Sie soll nach Qualifikation vergeben werden, und nicht in Abhängigkeit vom Geschlecht, auch wenn dadurch die Statistik besser aussähe. Das hätten aber gerne Feministinnen, die eine Reform einfordern, die Entscheidungs­strukturen explizit dem Gleich­stellungs­gedanken verpflichten soll. Und so wird es zu mehr Masse als Klasse kommen, wenn es statt der wissen­schaftlichen Leistung auf die „politische Korrektheit“ und das richtige (weibliche) Geschlecht ankäme.

„Die Fachhochschule Wiesbaden […] hat sich […] vorgenommen, in Zukunft mehr Professorinnen zu berufen, denn obgleich 41 Prozent ihrer Studierenden weiblichen Geschlechts sind, haben Frauen im professoralen Lehrpersonal immer noch Seltenheitswert (14 Prozent).“ [23]

14 Prozent (genauer 14,5) kennen wir von woanders her: Arne Hoffmann überliefert uns Ergebnisse einer Befragung unter Psychologie­studenten der Universität Bielefeld im Jahr 1998 mit dem Ziel, die Gründe für den „geringen“ Anteil der Professorinnen (14,5 Prozent bei über 60 Prozent weiblicher Studenten) an der Universität zu ermitteln. Die Ergebnisse ließen es nicht zu, an Diskriminierung auch nur zu denken. Unter 3 Prozent der Frauen fanden Forschung überhaupt attraktiv und nur 20 Prozent der Studentinnen gaben vor, sich vorstellen zu können, nach ihrem Diplom an der Universität zu bleiben. Das wären statistisch etwa 13 Prozent der gesamten Studentenschaft, und das stimmte mit dem damaligen Ist-Zustand von 14,5 Prozent weiblich besetzter Lehrstellen gut überein![24]

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Der Autor ist seit seiner Jugend ein großer Bewunderer von Marie Curie-Sklodowska, auch Lise Meitner und viele andere waren und sind exzellente Wissenschaftlerinnen. Doch lesen Sie selbst, was Frauen heutzutage auf den Universitäten lernen:

Frage: Ein Feld, wo du dich besonders engagierst, ist der Feminismus. Was kann der Feminismus in der Zukunft noch leisten? Sind nicht die wesentlichen Schlachten geschlagen und gewonnen?
„Es gibt noch genug zu tun, denn sonst hätte man ja z. B. nicht so ein extremes Lohngefälle. Auch die Ungleichheit im Gesund­heits­bereich, und das größte Gefälle überhaupt, das Armuts­gefälle, ist zwischen Männern und Frauen noch sehr groß. Viele Frauen werden immer noch sexuell ausgebeutet. Solange es Geschlechter gibt, werden sie sich irgendwie miteinander ausein­ander­setzen müssen, solange Leute Kinder kriegen, muss man sich damit beschäftigen. Gleichzeitig ist es bei weitem nicht so, dass alle Frauen auf der Welt das gleiche machen können und genauso sicher leben können wie Männer.“ [25]

Wenn Frauen im Studium nichts weiter lernen als wie Papageien die Glaubens­sätze des Feminismus nachzubeten und sich als Opfer zu inszenieren, dann ist es um die Wissenschaften schlecht bestellt. Das sind die Klageweiber, je besser die Stellung der Frauen, desto lauter klagen sie. Beate Kricheldorf bringt das treffend auf den Punkt:

„Es gibt wohl keine Menschen­gruppe auf der ganzen Welt, der es besser geht als europäischen oder amerikanischen Mittelschicht-Frauen. Sie haben vergleichsweise alles: Wohlstand, Sicherheit, Demokratie/Selbst­bestimmung, Bildungs­chancen usw. Dass ausgerechnet diese Menschengruppe am lautesten ihre Benachteiligung bejammert und unentwegt nur Forderungen stellt, ist irgendwie bezeichnend.“ [26]

Zeitgeist statt wissen­schaftlicher Neutralität

Die Wissenschaften drohen auch vom Zeitgeist vereinnahmt zu werden: Wissenschaft ist, heute zu sagen, Cola sei schädlich, und morgen, sie sei gesund. Damit verlieren sie auch an Glaubwürdigkeit.

Im Vergleich zu früheren Jahrhunderten gibt es heutzutage viel mehr Wissen­schaftler. Die wollen allerdings auch beschäftigt werden, bzw. ihre Forschungs­vorhaben finanziert haben. Damit verlieren sie die Unabhängigkeit, die sie auszeichnete, und geraten in Abhängigkeiten, die der Objektivität abträglich ist.

Politische Korrektheit statt wissen­schaftlicher Methodik

Zu Newtons Zeiten standen die Wissenschaften für Aufklärung und kritischer Distanz zur Kirche, die damals in der Meinungs­bildung beherrschend war. Heute drohen die Wissenschaften wieder von den meinungs­bildenden Kräften vereinnahmt zu werden, denn es ist üblich geworden, mit Auftragswissenschaftler den eigenen wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Interessen eine wissen­schaftliche Legitimation zu geben. Die Abhängigkeit von potentiellen Auftrag­gebern macht die Wissenschaften anfällig für die „richtige Gesinnung“. Die Ideologiefreiheit war aber immer die Stärke der Wissenschaften. Wer aber zu kapitalismuskritisch ist, läuft Gefahr, von der Wirtschaft keine Aufträge zu bekommen. Und wer vom Bundesministerium für alle außer Männer Aufträge erwartet, der sollte den gewünschten Mainstream zu Feminismus, Genderismus und Gleich­berechtigung beherrschen.

Arne Hoffmann schreibt zu diesem Aspekt: „Besonders bedenklich stimmt im Zusammenhang mit Frauen im akademischen Bereich, dass diese Studentinnen sich auf Frauen­themen konzentrieren – und wenig anderes. Eine Zusammen­stellung der renommierten Harvard-Universität in den USA ergab, dass sich beispielsweise von 185 durch Frauen eingereichten Doktorarbeiten im Fach Literatur­wissen­schaft sage und schreibe 160 mit einer ideologisch ausgerichteten Themen­stellung beschäftigten. Diese Einseitigkeit wird erfreulicherweise nicht von reaktionären Männern beklagt, sondern von kritischen Feministinnen […] Sie stellten auch fest, dass von den 160 männlichen Harvard-Studenten, die im Untersuchungs­zeitraum […] Doktorarbeiten verfassten, nicht eine einzige die Geschlechter­debatte ins Visier nahm.“ [27]

Es gibt heute kaum noch einen Politiker, der seine politische Agenda vorstellt ohne sie mit dem Zitieren irgendwelcher Studien zu untermauern. Die Wissenschaften drohen so zu Büttel von Interessen­gruppen zu werden. Es stimmt doch nachdenklich, wenn bei Klima- oder Atompolitik (und auf anderen Feldern) die jeweiligen politischen Lager ihre Positionen mit wissen­schaftlichen Studien und Expertisen untermauern können. Glaubwürdigkeit verbreitet das jedenfalls nicht.



[1] „Wissenschaft wird immer häufiger als Medium missbraucht, um die eigene Ideologie zu verbreiten.“, in: Gewerkschaftliche Irreführung oder wie die GEW versucht, die Realität zu verbiegen, Michael Klein, 7. Juni 2011
[2] Wikipedia: Universität: Geschichte, Klosterschule
[3] fehlende Quelle
[4] Wikipedia: Geschichte der Rechtswissenschaft
[5] Wikipedia: Sachsenspiegel
[6] Wikipedia: Recht­sprechung gegen Hexen
[7] Günther Jerouscheck: „Die Hexenverfolgung als Problem der Rechtsgeschichte. Anmerkungen zu neueren Veröffentlichungen aus dem Bereich der Hexenforschung“ [Forschungsbericht], in: Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte (ZNR) 15, 1993, S. 202
[8] a b „Hexen­prozesse und Gerichtspraxis“, Rezension der Universität Trier
[9] „Hexen­prozesse und Gerichtspraxis“, Internet-Rezension
[10] Sabine Rückert: Justizirrtum: Inquisitoren des guten Willens (Justizirrtümer enthüllen die Ideologie eines fehlgelaufenen Feminismus), Die Zeit am 11. Januar 2007; Kindes­miß­brauch und Gewalt in der familiengerichtlichen Praxis. Ein Fall wie viele in Deutschland.
[11] pappa.com: Missbrauch mit dem Missbrauch, Väternotruf: Missbrauch mit dem Missbrauch
[12] Johannes Dillinger (Hrsg.): Zauberer – Selbstmörder – Schatzsucher. Magische Kultur und behördliche Kontrolle im frühneuzeitlichen Württemberg, Trier 2003
[13] Wikipedia: Hexenverfolgung, abgelesen am 5. Oktober 2012
[14] Wikipedia: Geschichte der Matriarchatstheorien
[15] vgl. Wikipedia: Falsche Erinnerung/Pseudo­erinnerung; Spiegel: Falsche Erinnerungen: Das Leben – eine einzige Erfindung; Forum für induzierte Erinnerungen
[16] Gerhard Amendt: „Hort des Männerhasses“ Warum das Frauenhaus abgeschafft werden muss., Die Welt am 16. Juni 2009; Arne Hoffmann: Frauen­häuser: Zweifelhafte Staats­finanzierung. Eine sexistische Perspektive führt zu Täter- statt Opferschutz., ef-magazin am 26. Juli 2008
[17] „Nicht im dunklen Park oder auf der einsamen Straße laufen Frauen die größte Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden, sondern im eigenen Zuhause. Wer Frauen­häuser abschaffen will, verweigert Tausenden Frauen das dringend notwendige Asyl vor gewalttätigen Partnern.“, Das Zuhause, ein gefährlicher Ort für Frauen, Die Welt am 30. Juli 2009
[18] Alexander Ulfig: Hochstapelei: Das Geschwafel der Geistes­wissen­schaftler. Wie man Menschen imponieren und davon leben kann., ef-magazin am 2. August 2010
[19] Queer Studies entwickelte sich seit Ende der 1980er Jahre in den USA aus den Gay and Lesbian Studies, weitete aber deren eingeschränkte Perspektive auf Homosexualität auf alle Arten von Sexualität und sexuellem Begehren aus. Die Queer-Theorie geht davon aus, dass geschlechtliche und sexuelle Identität nicht „naturgegeben“ sind, sondern erst in sozialen und kulturellen Prozessen konstruiert werden. Das bedeutet im Klartext, dass die Heterosexualität nicht etwa die natürliche Sexualpräferenz des Menschen ist, sondern (nur noch) eine Sexualpräferenz unter (beliebig) vielen anderen. Diese sind neben Homosexualität unter anderem Bisexualität, Transsexualität und auch BDSM. Da die Queer-Theorie die Existenz einer „natürlichen“ Sexualität ablehnt, ist eine Abgrenzung von Sodomie oder auch Pädophilie als „widernatürlichen“ nicht wirklich möglich. Hier schlägt auch wieder das Neusprech durch, das die Verwendung des Begriffs Sodomie für ungut erklärt und stattdessen den Begriff Zoophilie verlangt. Sexuelle Neigungen zu Kindern (Pädophilie) können aber nicht wirklich als moralisch verwerflich gewertet werden, weil die Queer-Theorie diese Wertungen ja als „soziale und kulturelle Konstruktion“ ablehnt. Diese Untiefen der „Schönen neuen Wissenschaft“ müssen aber vor der Öffentlichkeit (noch) verborgen gehalten werden. Sie ist aber schon in staatlichen Behörden Realität, wie Gabriele Kuby in ihrem Artikel „Auf dem Weg zum neuen Menschen“ (veröffentlicht in der Junge Freiheit am 29. Juni 2007, siehe auch „Verstaatlichung der Erziehung“, Fe-Medien 2007, ISBN 3-939684-09-0, S. 48) darlegte und damit einige öffentliche Aufmerksamkeit erlangte. Sie wies nach, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in ihrem „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom 1. bis zum 3. Lebensjahr“ zu Handlungen am Kind auffordern, die der Pädophilie zumindest sehr nahe kommen.
[20] Maskulismus: Männer, fürchtet euch doch nicht so vor Frauen!, Die Welt vom 9. Dezember 2009, (Kommentare) Dschina Magdalina (09.12.2009 – 22:13 Uhr)
[21] Hadmut Danisch: „Frauenquote. Wie die Gender-Ideologie Politik, Wissenschaft, Recht und Verfassung unterwandert.“, CreateSpace 2012, ISBN 1-4782-1331-0, a) S. 188, b) S. 477f., c) S. 470-480, d) S. 474f., e), S. 359-361, f), S. 358
[22] Ephraim Kishon: Picassos Süße Rache
[23] Ziel: Mehr Frauen auf Lehrstühle, FAZ vom 12. November 2002; Frauen und Karriere: Mehr Professorinnen an Hochschulen, FAZ vom 12. Juli 2007; Frauen an Hochschulen: Ohne Quote wird es nicht anders werden, FAZ vom 1. April 2008
[24] Arne Hoffmann: „Sind Frauen bessere Menschen? Plädoyer für einen selbstbewussten Mann.“, 2001, ISBN 3-89602-382-9, S. 428
[25] Interview mit Meredith Haaf (26): „Gleiche Rechte und Möglichkeiten, egal ob es sich um Frau oder Mann handelt und egal welcher Herkunft!“, Blaue Narzisse am 17. November 2009;
Die Studentin der Geschichte und Philosophie versteht sich selbst offenbar als „Alphamädchen“, 2008 veröffentlichte sie das Buch „Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht“, ISBN 3-455-50075-7,
Angeblich macht der Feminismus auch das Leben der Männer besser. Belegen tut Meredith Haaf das, wie sollte es anders sein, durch eine Studie: Alphamädchen: Eine Runde Feminismus für die Männer, Süddeutsche am 13. März 2008
[26] Beate Kricheldorf, „Verantwortung: Nein danke! Weibliche Opferhaltung als Strategie und Taktik.“, ISBN 3-89501-617-9, S. 92
[27] Arne Hoffmann: „Sind Frauen bessere Menschen? Plädoyer für einen selbstbewussten Mann.“, 2001, ISBN 3-89602-382-9, S. 430